FBI warnt vor Cyberattacken auf Krankenhäuser in den USA

Laut IT-Sicherheitsexperten wollen Cyberkriminelle rund 400 Gesundheitseinrichtungen mit Erpressungstrojanern in die Bredouille bringen.

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(Bild: Pixels Hunter/Shutterstock.com)

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  • dpa

Die Zahl der Corona-Infizierten in den USA steigt erneut an – nun sind amerikanische Krankenhäuser auch noch einer Welle von Cyberangriffen ausgesetzt. Die Bundespolizei FBI warnte in der Nacht zum Donnerstag vor fortlaufenden Attacken mit dem Erpressungstrojaner Ryuk.

Erpressungstrojaner verschlüsseln typischerweise den Inhalt von Computern und verlangt Lösegeld mit Versprechen, die Daten wieder freizugeben. Bei einer weltweiten Attacke dieser Art mit dem Trojaner WannaCry war im Mai 2017 auch die Arbeit britischer Krankenhäuser beeinträchtigt.

IT-Sicherheitsexperten vermuten eine russische Gruppe Cyberkrimineller hinter Ryuk. Das genaue Ausmaß der aktuellen Attacken auf amerikanische Krankenhäuser blieb unklar. Laut Medienberichten waren Krankenhäuser in den Bundesstaaten New York, Oregon und Minnesota betroffen. Der Gründer der IT-Sicherheitsfirma Hold Security, Alex Holden, sagte dem Fachblog Krebs On Security, laut Online-Chats wollten die Angreifer Ryuk in 400 medizinischen Einrichtungen platzieren.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA erreichte am Mittwoch wieder fast 79.000. Erst vergangene Woche war mit mehr als 83.000 Ansteckungen an einem Tag ein Rekord erreicht worden. In den meisten Bundesstaaten wird ein Anstieg verzeichnet.

(kbe)