FTC: Google zahlt Strafe wegen irreführender Influencer-Werbung für Pixel 4

Zusammen mit iHeartMedia muss Google nach einer FTC-Klage zahlen: Google hatte Radiopersönlichkeiten irreführende Werbung für das Pixel 4 ablesen lassen.

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Das Pixel 4 von Google kam 2019 in den Handel.

(Bild: Google)

Google und iHeartMedia haben sich mit der US-Behörde FTC in mehreren Fällen irreführender Radiowerbung außergerichtlich geeinigt. Die FTC hatte Klage gegen beide Unternehmen eingereicht, weil Google Radiomoderatoren für täuschende Werbeaussagen zugunsten des Smartphones Pixel 4 bezahlt haben soll.

Einer Mitteilung der FTC zufolge müssen Google und iHeart Media 9,4 Millionen US-Dollar Strafe zahlen und vergleichbare irreführende Werbeanzeigen in Zukunft unterlassen. Google soll 2019 Geld an das Medienunternehmen iHeart und elf weitere Radionetzwerke gezahlt haben, um deren Radiopersönlichkeiten Werbesätze für das Pixel 4 ablesen zu lassen. Dabei sollte der Eindruck entstehen, die Moderatoren hätten das Pixel 4 selbst benutzt und dabei gute Erfahrungen gesammelt. Tatsächlich sollen sie das Gerät aber nie in Händen gehalten haben.

"Google und iHeart Media haben Influencer bezahlt, um ein Produkt zu bewerben, das sie niemals benutzt hatten", schreibt FTC-Direktor Samuel Levine in der Mitteilung. Das zeige Respektlosigkeit gegenüber den Regeln für wahrheitsgemäße Werbung. Irreführende Pixel-4-Testimonials sollen zwischen 2019 und 2020 insgesamt 29.000 Mal gesendet worden sein.

Google habe den Radiopersönlichkeiten keine Handys, dafür aber Scripts geschickt. Darin sollten die Moderatorinnen und Moderatoren ihre vermeintlichen Positiverfahrungen mit Googles damals neuem Pixel 4 betonen. "Es hat meine Lieblingskamera unter den Handys", sollen die Radiopersönlichkeiten etwa gesagt haben. "Besonders bei schlechten Lichtbedingungen dank dem Nachtsichtmodus." Oder: "Es hilft mir sehr dabei, Dinge zu erledigen, weil der sprachaktivierte Google-Assistant mehrere Aufgaben auf einmal ausführen kann."

Der Nachrichtenagentur Reuters sagte Google, man sei über das Ende des Gerichtsprozesses froh. "Wir nehmen Werberecht ernst und haben Prozesse, die sicherstellen sollen, dass wir den relevanten Regeln und Industriestandards Folge leisten", schreibt ein Sprecher laut Reuters.

(dahe)