Facebook bringt mit Collab eine App zum Musik-Matchen raus

Collab ist eine vom Facebook-NPE-Team entwickelte iOS-App, mit der Musiker Videos zusammenfügen und veröffentlichen können.

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(Bild: Facebook)

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Facebook bringt eine neue App raus, zunächst gibt es sie jedoch nur als beta-Version aus dem Versuchsteam des sozialen Netzwerks. Collab ist vor allem für Musiker und Musikfans gedacht. Dabei können bis zu drei unabhängige Videos synchron ausgespielt werden – sie müssen dabei allerdings jeweils zuvor in einer Art Feed öffentlich gemacht werden, was bedeutet, jeder kann jeden Schnipsel sehen und verarbeiten. "Mit der App kannst du deine eigenen Arrangements erstellen, in dem du deine eigenen Aufnahmen hinzufügst oder nach Arrangements suchst, die deine eigene Komposition ergänzen."

In dem Facebook Blogbeitrag heißt es auch: "Musikalische Erfahrung ist nicht nötig." Die zusammengestellten Videos können dann gespeichert und Plattform-übergreifend ausgespielt werden. Das gilt für die hauseigenen sozialen Netzwerke.

Noch ist Collab nur als iOS-beta-Version verfügbar. Um Zugang zu bekommen, muss man sich in eine Warteliste eintragen. Zunächst geht das auch nur in den USA und Kanada, weitere Länder sollen aber in Kürze folgen. Das NPE-Team bei Facebook ist für die Entwicklung experimenteller Apps zuständig, wenn sie nichts taugen, werden sie schnell wieder gelöscht. NPE steht für "New Product-Experimentation". Da Facebook schreibt, mit der App wolle man erstmal vor allem Musiker ansprechen, stellt sich die Frage, welche weitere Zielgruppe beziehungsweise Inhalte das Unternehmen im Sinn hat.

Collab erinnert auch an TikTok oder den Vorgänger musica.ly. Auch dort hat es bereits eine Duett-Funktion gegeben, bei der fremder Content ohne Zustimmung des Erstellers benutzt werden konnte. TikTok ist Facebooks größter Mitbewerber. Die App des chinesischen Unternehmens ByteDance knackte vergangenes Jahr die Marke von 1,5 Milliarden Downloads alleine im Apple-App-Store. Allerdings steht TikTok auch immer wieder in der Kritik, weil der Daten- und Kinderschutz nicht ausreichend eingehalten werden sollen. Zuletzt wurde ein Mindestalter von 16 Jahren für Direktnachrichten eingeführt, um Nutzer vor Grooming zu schützen, also Nachrichten von Menschen mit bösen Absichten.

(emw)