Facebook stellt SDK 11 samt passenden Graph- und Marketing-APIs vor

Version 11 des Software Development Kits für die Plattform bringt unter anderem Log-in Connect im Messenger und zusätzliche Berechtigungen für Limited Log-in.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen

(Bild: dolphfyn/Shutterstock.com)

Von
  • Silke Hahn

Das neue Major Release des Facebook SDK (Software Development Kit) umfasst Updates unter anderem für Graph API 11, Marketing API 11 und bringt Neuerungen rings um die Anmelde- und Berechtigungs-Steuerung im Messenger sowie bei Android.

Facebook SDK 11 unterstützt einen Login Connect im Messenger, erteilt beim Limited Log-in neue Möglichkeiten, die Berechtigungen zu definieren (diese Funktionalität befindet sich noch in der Betaphase). Neu ist auch eine bevorstehende Anforderung für Entwicklerinnen und Entwickler, Client Tokens in das SDK einzubetten. Dabei geht es um Aufrufe der Graph API im SDK, die sich offenbar durch einen Client Token stabilisieren lassen. Laut Release-Meldung verhindert der Einsatz dieser Tokens künftig den Absturz bei der Initialisierung. Die per Requirement verankerte Pflicht zum Einbetten von Client Tokens soll mit der SDK-Version 13 im Januar 2022 in Kraft treten.

Facebook führt das Major Release 11.0 seines SDK für Android, iOS und Unity ein. Als letzte Hauptversion war zuvor im Januar 2021 Version 9.0 erschienen. Achtung: Bei der Versionierung überspringt Facebook dem Blogeintrag zufolge bewusst die Nummer 10, um die Versionszählung des Haupt-SDK an die Versionierung der Graph API anzugleichen. Für In-App-Käufe auf Android gibt es jetzt die Möglichkeit des Auto-Logging. Durch diese Anpassung unterstützen die der Facebook-Plattform verbundenen SDKs nun Version 2 beziehungsweise 3 der von Google herausgegebenen Play Billing Library für das Auto-Logging bei In-App-Käufen.

Anfang Mai 2021 hatte Facebook damit begonnen, Funktionalitäten auf der Ebene des Datenzugangs auch für Consumer-Apps zu öffnen. Den aktuellen Blogeinträgen lässt sich entnehmen, dass das Ausrollen bis Ende Juni oder Anfang Juli abgeschlossen sein soll. Mit einem Datenmodell soll das Testen neuer Berechtigungen und Features für App-Entwicklerinnen und -Entwickler einfacher von der Hand gehen, ohne für Tests in einen speziellen Entwicklungsmodus umschalten zu müssen.

Facebook zufolge erhalten alle neueren Consumer-Apps dieses Feature automatisch im Laufe der kommenden Wochen, sofern die Einstellungen darauf eingerichtet sind: Entwicklerinnen und Entwickler, die das neue Feature nutzen möchten, müssen ihre Apps in den Live Mode schalten und in den Public-Profile-Berechtigungen "Advanced Access" einstellen. Näheres hierzu lässt sich einem Leitfaden zu den Access Levels entnehmen.

Das Facebook-Team hat die Einbindung von Instagram weiter ausgearbeitet durch das Ergänzen von Instagrams sogenannten App-Scoped IDs (ASID): Die Instagram-Schnittstelle Basic Display soll nun Plattformversionierung unterstützen. Auch die API für Audience Deletion gilt als überarbeitet.

Außerdem weist Facebook darauf hin, dass eine Reihe von Plug-ins mit dem neuen Release als veraltet (deprecated) gelten: Ab dem 6. September 2021 führen die SDK-Entwickler das Plug-in für Embedded Comments und Quotes nicht weiter fort. Außerdem soll die 9.x-Serie des SDK nicht weiter gepflegt werden. Ab sofort mögen Developer ihre Migration auf Version 11 in Angriff nehmen, teilt das Unternehmen in der Blogankündigung mit.

Vertiefende Hinweise zum aktuellen Major Release des Plattform-SDK und den Software Development Kits der APIs sind in den Blogeinträgen auf der Website des Social-Media-Unternehmens zu finden.

(sih)