Facebook testet kostenloses Cloud-Gaming

Spiele laufen im Web-Client oder in der Smartphone- beziehungsweise Tablet-App. Mit dabei: spielbare Demos im Newsfeed als Ersatz für Werbung.

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(Bild: Facebook)

Von
  • Mark Mantel

Facebook lässt Videospiele testweise auf den eigenen Servern laufen und schickt die gerenderten Bilder als Stream an Nutzer. Der Cloud-Gaming-Test läuft zunächst in Teilen der USA und soll bei Erfolg weiter ausgeweitet werden. Im Gegensatz zu Google, Nvidia und anderen großen Anbietern verlangt Facebook keine Gebühren, verspricht aber auch keine festen Auflösungen oder Bildraten.

Es geht nicht darum, ein neues Geschäftsfeld mit neuen Nutzern zu finden, vielmehr sollen bestehende Nutzer weiter an die Plattform gebunden werden, erklärt Facebook-Manager Jason Rubin im Gaming-Blog. Entsprechend verdient das Unternehmen nicht am Cloud-Gaming; Spieleentwickler können sich aber selbst für Mikrotransaktionen in Spielen entscheiden.

Zum Start bleibt Facebook bei seinen Tugenden: Free2Play-Titel, die man immer mal wieder zwischendurch anschmeißt. Bisher sind unter anderem die Rennsimulation "Asphalt 9: Legends" und das Rollenspiel "Mobile Legends: Adventure" dabei. Facebook wählt bewusst Titel aus, bei denen der Ping eine untergeordnete Rolle spielt. Künftig sollen auch Action- und Adventure-Spiele hinzukommen.

Der Beta-Test steht zunächst im Web-Client für PCs und in der Android-App auf Smartphones beziehungsweise Tablets zur Verfügung. iPhones und iPads sind wegen Apples Nutzungsbedingungen und aus finanziellen Gründen zum Start nicht dabei.

Nutzer können Cloud-Spiele ohne separate App-Installation starten. Entwickler haben über Facebook-Logins die Option, Crossplay zwischen verschiedenen Plattformen zu erlauben. Nutzer übernehmen mit Facebook-Login zudem Spielstände zwischen mehreren Geräten. Zusammen mit dem Beta-Test kommen Spielerprofile mit Avataren und Nicknamen – die Echtnamen bekommen bloß Freunde zu sehen.

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Außer eigenständigen Cloud-Spielen testet Facebook zudem Demos, die beispielsweise im Newsfeed auftauchen und Einblicke in Titel gewähren sollen. Das Unternehmen sieht sie als Alternative zu klassischer Werbung, bei der kein Code auf dem Endgerät ausgeführt werden muss.

(mma)