Faltphone Motorola Razr: Neuauflage mit 5G

Motorola legt das Foldable Razr neu auf. Neu an Bord sind 5G und ein etwas größerer Akku - altbekannt ist der happige Preis

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(Bild: Motorola)

Von
  • Robin Brand

Motorola verpasst dem Faltphone Razr eine Frischzellenkur: Unter anderem funkt das Foldable nun im 5G-Netz. Auch der Akku ist leicht angewachsen, Marktstart ist am 14. September. Der Preis bleibt ambitioniert: 1500 Euro ruft Motorola für das Razr 5G auf.

(Bild: Motorola)

Dass sich im Vergleich zum Vorgänger auch äußerlich hat sich etwas getan hat, sieht man erst auf den zweiten Blick. Das Smartphone ist etwas kleiner geworden, der Fingerabdrucksensor ist von der Vorder- auf die Rückseite gewandert, ansonsten bleibt's beim Konzept, das schon beim 2019er Razr überzeugte. Ähnlich wie das Samsung Galaxy Z Flip soll der Faltmechanismus vor allem Platz sparen. Wird das Gerät nicht genutzt, steckt es zusammengeklappt in der Hosentasche. Ausgeklappt ist es mit seinem 6,2-Zoll-OLED kaum größer als herkömmliche Smartphones. Damit geht Motorola einen anderen Weg als Samsung mit dem Fold und Huawei mit dem Mate Xs, die ausgeklappt fast Tabletmaße erreichen.

Trailer zum Motorola Razr (Quelle: Motorola)

Der faltbare OLED-Bildschirm misst wie beim Vorgänger 6,2 Zoll im 21:9-Format bei einer Auflösung von 2142 × 876 Pixeln. Das 2,7 Zoll kleine Außendisplay (800 × 600 Pixel) ist vor allem für das Anzeigen von Nachrichten gedacht. Anders als beim Z Flip lassen sich aber auch Apps darauf bedienen. Geöffnet misst das Razr 5G 169 × 73 × 16 Millimeter, damit ist es etwas kürzer als die erste Auflage. Mit 190 Gramm bringt die 5G-Version zudem 15 Gramm weniger auf die Waage. Das überarbeitete Scharnier ist laut Motorola für 200.000 Faltvorgänge ausgelegt.

Motorola

Im Innern hat Motorola Platz für eine SIM-Karte gefunden, das war 2019 nicht der Fall. Auf eine eSIM versteht sich das Razr 5G außerdem. Angetrieben wird das Razr weiterhin von einem Mittelklasse-SoC, der Snapdragon 765G mit integriertem 5G-Modem ersetzt den Snapdragon 710. Das Razr 5G kommt mit 256 GByte Flash- und 8 GByte Hauptspeicher, eine MicroSD-Karte nimmt es nicht auf. Dem aufgerufenen Preis zum Trotz liefert Motorola also das, was man sonst in Smartphones ab 400 Euro findet – nur falten lassen sich diese nicht.

Zumindest etwas größer als beim Vorgänger fällt mit nun 2800 mAh die Akkukapazität des Razr 5G aus, ob damit auch akzeptable Laufzeiten erreicht werden, bleibt abzuwarten. Samsung bringt beim Z Flip immerhin einen 3300-mAh-Akku unter, in regulären Smartphones stecken oftmals Akkus mit 4000 mAh und mehr.

Die Kamera hat Motorola komplett überarbeitet. Die 48-Megapixel-Hauptkamera ist optisch stabilisiert, für einen besseren Autofokus steht ihr eine ToF-Kamera zur Seite. Im zugeklappten Zustand dient die Hauptkamera als Selfiecam, bedient wird sie dann über das Außendisplay. Für Videotelefonate auf dem großen Screen steht zudem eine weitere dedizierte 20-MP-Selfiecam bereit. (rbr)