Menü

Farbmanagement: Echte Farben aus der Kamera

Ohne einheitliches Rezept: Jede Kamera versteht unter Rot, Grün oder Blau etwas anderes. Motivfarbe und Fotofarbe stimmen daher nicht immer überein. Auf heise Foto lesen Sie, wie Sie Ihre Kamera so einrichten, dass sie akkurate Farben ausspuckt.

Lesezeit: 3 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 7 Beiträge
Von

Inhaltsverzeichnis

Digitalkameras haben individuelle Farbcharakteristika und interpretieren das einfallende Licht ganz individuell und manchmal recht eigenwillig: Der Wellenlängen-Mischmasch wird von mit Farbfiltern versehenen Sensoren erfasst. Das Ergebnis ist ein RGB-Tripel, also ein Rezept aus den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau. Dieses fällt allerdings je nach Hersteller, Kameramodell oder sogar Sensorexemplar etwas anders aus.

Wenn nicht schon die Kamera die Farben akkurat erfasst, dann werden alle späteren Farbmanagement-Bemühungen zum Ratespiel. Was "akkurat" ist, definieren die Hersteller allerdings unterschiedlich, und teilweise abhängig vom Kundengeschmack: In fernöstlichen Ländern liebt man beispielsweise kräftige Farben, die hierzulande schon als übertrieben bunt gelten. Im Folgenden werden wir uns damit beschäftigen, wie Sie Ihre Kamera so kalibrieren, dass sie echte, akkurate Farben ausspuckt.

Echte Farben - wichtige Voraussetzungen dafür werden schon in der Kamera geschaffen.

(Bild: Heise Zeitschriften Verlag )

Sofern Ihre Kamera allein JPG-Fotos ausgibt, haben Sie nur die Möglichkeit, die Kameravoreinstellung mit dem natürlichsten Farbeindruck auszuwählen. Bei Kameras mit Raw-Ausgabe beeinflusst ein vorgewählter Bildstil oder "Look" – oft wird die Farbcharakteristik klassischer Filme nachgeahmt – nur die Voransicht. Dieser lässt sich später im Raw-Konverter ebenso "zerstörungsfrei" ändern wie der Weißabgleich. Jede Korrektur an einer JPG-Datei greift dagegen in das Datenmaterial ein, und die 8 Bit Farbtiefe lassen nicht allzu viel Spielraum, bevor es zu sichtbaren Verschlechterungen kommt.

Lesen Sie auf den nächsten Seiten, was beim Weißabgleich zu beachten ist und wie Sie den SpyderCheckr von DataColor richtig einsetzen.

Wie Sie die Kamera über DNG-Profile kalibrieren, verrät die c't Digitale Fotografie. Das Heft beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Farbmanagement. Auf etwa 20 Seiten erfahren Sie, wie man den eigenen Workflow so einrichtet, dass das satte Grün einer Alpenwiese später gedruckt genauso aussieht, wie beim Blick durch den Kamerasucher. Dazu gibt es zahlreiche Tipps zum Monitorkauf, zu Displayeinstellungen sowie zur richtigen Nutzung von Print-Dienstleistungen.