Fiber fürs Büro: Neue Micro-Switch-Serie von Cisco

Mit den Micro Switches erweitert Cisco seine Catalyst-Serie. Zum Start erscheinen drei FTTx-Geräte.

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(Bild: Cisco)

Von
  • Benjamin Pfister

Cisco hat eine neue Serie seiner Catalyst-Switch-Reihe vorgestellt, genannt Micro Switches. Sie sind für den Einsatz in Fiber-to-the-Office-, beziehungsweise Fiber-to-the-Desktop-Umgebungen gedacht. Ein interessanter Schritt, da viele Unternehmen diese Variante der Arbeitsplatzanbindung aufgrund der benötigten Stromversorgung für Komponenten wie IP-Telefone und Access-Points, aber auch durch zunehmende Mobilisierung der Endgeräte in Kombination mit steigenden WLAN-Datenraten und erhöhter Effizienz durch WiFi6 in vielen Fällen nicht in Betracht ziehen. Cisco nennt als Einsatzbereich Krankenhäuser und Smart Buildings.

Zum Start erscheinen die drei Modelle CMICR-4PS, CMICR-4PC und CMICR-4PT. Der CMICR-4PS und der CMICR-4PC haben vier 1G-Downlink-/Access-Ports und unterscheiden sich gemäß Datenblatt in den Uplink-Ports. CMICR-4PS verfügt über zwei 1G-SFP-Ports und der CMICR-4PC bietet neben einem 1G-SFP-Uplink noch einen 1G-Kupfer-Uplink. SFP+ fürs 10G sowie Multi-Gigabit-Downlink-Ports sieht Cisco nicht vor. Beide Switche unterstützen auf den Access-Ports zweimal PoE+ oder viermal PoE. Als Stromquelle kommt ein AC/DC-Netzteil zum Einsatz.

Der CMICR-4PT kann außerdem seine Spannung aus 802.3bt-kompatiblen Kupferports des Uplinks beziehen. Zusätzlich zur Spannungsversorgung für IP-Endgeräte stellt er noch zwei USB-C-Schnittstellen, beispielsweise zum Laden von mobilen Endgeräten zur Verfügung. Alle drei Switches kommen ohne Lüfter aus. Für den CMICR-4PS und den CMICR-4PC stehen neben der Wandbefestigung noch optionale Hutschienen-Adapter bereit, der CMICR-4PT ist als Desktop-Variante gedacht. Die Maße der ersten beiden Switche betragen 4,55 × 9,0 × 7,88 cm, letzterer beansprucht 4,5 × 15,24 × 13,45 cm.

Softwareseitig erhalten die Geräte die abgespeckte LAN-Lite-Variante des Cisco-IOS-Betriebssystems, nicht das aktuellere IOS-XE. Um eine große Anzahl an Switchen zu verwalten und zu verteilen, lassen sich die Geräte mit Ciscos Controller-DNA-Center und der Managementumgebung Prime Infrastructure inklusive der sogenannten PNP-Funktion (Network Plug and Play) für Zero-Touch-Deployments administrieren. Als Leistungsmerkmale stehen unter anderem LLDP-MED, LACP, SNMPv3, 802.1X, TACACS+ und RADIUS, sowie QoS mit vier ausgehenden Queues zur Verfügung. Zusätzlich lassen sich 64 VLANs parametrisieren. Die MAC-Adresstabelle umfasst bis zu 8192 Einträge. Die Switche unterstützten zudem Line-rate Forwarding.

Zum Preis und zur Verfügbarkeit in Deutschland macht Cisco noch keine Angaben. Alle Spezifikationen der drei Geräte finden sich im Datenblatt.

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(fo)