Firefox 78: Schutz-Dashboard, Refresh im Uninstaller und kein TLS 1.0 mehr

Mozilla bringt Firefox 78 raus. Der Browser bekommt ein Schutz-Dashboard und bietet die Refresh-Funktion im Uninstaller an. Es fällt der TLS 1.0/1.1 Support.

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(Bild: David Tran Photo/Shutterstock.com)

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Firefox 78 bietet ein Schutzmaßnahmen-Dashboard, das die Übersicht zur Aktivitätenverfolgung verbessern soll. Dabei können Nutzer einsehen, auf welche Datenlecks sie im Dashboard reagiert haben und ob gespeicherte Passwörter in Datenlecks auftauchen. Anwählen lässt sich die Aktivitätenverfolgung nun über das drei-Striche-Menü oben rechts im Browser oder über die Eingabe about:protections. Das Kontextmenü ist außerdem aufgeräumt worden – man kann nun etwa mehrere geschlossene Tabs mit einem Klick wieder öffnen.

Zudem hat der Uninstaller einen Refresh-Button bekommen. Damit können Nutzer den Browser bei Problemen bereinigen, statt ihn tatsächlich zu deinstallieren und gegebenenfalls neu zu installieren – was laut der Release-Notes von Mozilla anscheinend ein häufiger Vorgang war. Mit dem Reset wird Firefox auf die Standardeinstellungen zurückgesetzt, es gehen also auch alle Addons verloren. Über about:support ging das freilich bereits vorher, die Funktion war damit aber nicht so präsent, wie sie es nun ist.

Bildschirmschoner haben bisher WebRTC Anrufe in Firefox unterbrochen – das passiert nicht mehr. WebRender ist nun auch für Windows-Nutzer mit Intel GPU verfügbar. Mit Firefox 77 kam vor vier Wochen der standardmäßige Einsatz der Rendering-Engine WebRender für alle Laptop-Nutzer von Windows 10 mit Nvidia GPU. Die macht das Rendern von WebApps schneller, indem Prozesse auf den Grafikprozessor ausgelagert werden. Die Barrierefreiheit ist an zahlreichen Stellen verbessert worden, indem Animationen reduziert und Fehler, wie das Springen in Dokumenten, ausgemerzt wurden.

Mit der neuen Version fällt generell der Support für TLS 1.0 und 1.1. Firefox hatte die Verschlüsselung vorübergehend reaktiviert, um zu gewährleisten, dass der Zugriff auf Informationen zu Covid-19 verfügbar bleiben. Offensichtlich setzten vor allem US-Webseiten zum Thema Coronavirus die als veraltet geltenden Protokolle noch ein.

Außerdem endet der Support für MacOS 10.9, 10.10 und 10.11. Für Nutzer steht künftig nur noch Firefox ESR zur Verfügung. Linux-Nutzer brauchen mindestens GNU libc 2.17, libstdc++ 4.8.1 und GTK+ 3.14. Die Anforderung ist damit erhöht worden. Flash-Elemente werden grundsätzlich nur noch nach einer Erlaubnis aktiviert – Adobe hat das End-of-Life für Dezember angekündigt.

(emw)