Fliegende Sternwarte SOFIA: Umgebaute Boeing 747 kommt ins Museum

Nachdem die Mission des einzigartigen fliegenden Observatoriums beendet wurde, kommt der Jumbo ins Museum: Bald soll er in Tucson besichtigt werden können.

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SOFIA während der Arbeit

(Bild: NASA)

Nach dem Ende seiner Forschungsarbeit soll das einzigartige fliegende Observatorium SOFIA (Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie) künftig in einem Luft- und Raumfahrtmuseum im US-Bundesstaat Arizona ausgestellt werden. Das teilte die US-Raumfahrtagentur NASA am Donnerstag mit. Am kommenden Dienstag soll die umgebaute Boeing 747 zum letzten Mal abheben und nach Tucson geflogen werden, wo sie im Pima Air & Space Museum erwartet wird. Wann das Flugzeug dort zu besichtigen sein wird, ist noch nicht bekannt.

Einige der ausgestellten Flugzeuge

(Bild: Pima Air & Space Museum)

Das Museum liegt am Rand eines Luftwaffenstützpunkts und nicht weit entfernt vom Internationalen Flughafen Tucsons. In mehreren Hangars und auf großen Freiflächen sind mehr als 400 Exponate ausgestellt, vor allem militärische Flugzeuge. Es gibt aber auch einige mit Bezug zur NASA, so zum Beispiel eine Boeing 377 "Super Guppy", mit der Teile der riesigen Saturn-V-Raketen transportiert wurden und eine Boeing KC-135 für Parabelflüge.

Bei SOFIA handelt es sich um eine umgebaute Boeing 747, in deren Rumpf ein 17 Tonnen schweres Spezialteleskop untergebracht ist, das auf Beobachtungen im fernen Infrarot spezialisiert ist. In acht Jahren hat das Flugzeug rund 800 Forschungsflüge absolviert, bei denen das Instrument durch eine geöffnete Klappe seitlich aus dem Flugzeug Daten sammelte. 20 Prozent der jährlichen Betriebskosten von rund 85 Millionen US-Dollar hat Deutschland getragen, wo das Instrument entwickelt und gebaut worden war. Wegen der "hohen Kosten und bescheidener wissenschaftlicher Produktivität" war das Programm in diesem Jahr beendet worden.

(mho)