Fliegende Sternwarte SOFIA hat letzten Forschungsflug absolviert

Weil die Kosten nicht im Verhältnis zum Ertrag standen, ist die Mission des fliegenden Observatoriums SOFIA beendet worden. Nun ist die Mission vorbei.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 15 Beiträge

(Bild: NASA/Jim Ross)

Das einzigartige fliegende Observatorium SOFIA (Stratosphären Observatorium für Infrarot Astronomie) hat seinen letzten Forschungsflug absolviert. Das hat der Wissenschaftschef der NASA, Thomas Zurbuchen, auf Twitter publik gemacht.

Dabei ist das Flugzeug vor der Küste des US-Bundesstaats Kaliforniens und dem mexikanischen Niederkalifornien über dem Pazifik unterwegs. Zurbuchen bedankte sich bei engagierten Forschern und Forscherinnen sowie Ingenieuren und Ingenieurinnen, "darunter viele vom DLR". Sie hätten wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse zusammengetragen. Weil die US-Regierung kein Geld mehr für den Betrieb bereitgestellt hat, war im April das Ende der Mission verkündet worden.

SOFIA besteht aus einer umgebauten Boeing 747, in deren Rumpf ein 17 Tonnen schweres Spezialteleskop untergebracht ist, das auf Beobachtungen im fernen Infrarot spezialisiert ist. In acht Jahren hat das Flugzeug rund 800 Forschungsflüge absolviert. Deutschland hatte 20 Prozent der jährlichen Betriebskosten von rund 85 Millionen US-Dollar getragen – die lagen nicht weit unter den Kosten für das mit Abstand ertragreichere Weltraumteleskop Hubble. Hierzulande war das Instrument auch entwickelt und gebaut worden. Mit den "hohen Kosten und bescheidener wissenschaftlicher Produktivität" war auch die Forderung nach einem Ende der Mission begründet worden.

Mitte August war SOFIA aus Neuseeland zurückgekehrt, wo regelmäßig Beobachtungen auf der Südhalbkugel durchgeführt wurden. Wie die NASA damals erläuterte, war das Flugzeug dort in einem Sturm beschädigt worden. In der Folge waren die Stufen am Einstieg nicht mehr zu benutzen, das Flugzeug musste für die letzten Forschungsflüge noch einmal repariert werden. SOFIA musste deswegen früher als geplant an seinen Heimatstandort in Palmdale in Kalifornien zurückkehren, von wo aus es jetzt zum letzten Mal zu Forschungszwecken abgehoben hat.

(mho)