Flugtaxi-Entwickler Lilium bekommt Kohlefaser von Toray

Das japanische Chemie-Unternehmen Toray liefert Material für Rumpf und Tragflächen des Lilium Jets.

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(Bild: Lilium)

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Das Münchner Startup Lilium beschafft sich Werkstoffe für sein vollelektrisches Flugtaxi aus Japan. Das Chemie-Unternehmen Toray werde Kohlefasern liefern, heißt es in einer Mitteilung. Damit wollen die Münchner die Tragflächen und den Rumpf fertigen.

Die Vereinbarung zwischen Lilium und Toray bereite den Weg für eine weitere Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen, das betreffe andere Hochleistungsmaterialien und auch Forschungs- und Entwicklungspartnerschaften, schreibt Lilium. Welchen finanziellen Umfang die Lieferungen aus Japan haben werden, teilte das Unternehmen nicht mit. Das Material solle für "hunderte Jets" reichen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

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Torays Kohlefaserverbundstoffe seien beim Bau des Boeing 787 Dreamliners eingesetzt worden, auch in das Programm Boeing 777X seien die Japaner involviert. Vor diesem Hintergrund sieht Lilium-CEO Daniel Wiegand die Kooperation mit den Japanern als einen wichtigen Schritt zur Serienreife seiner Flugtaxen. Das Unternehmen geht davon aus, 2025 in mehreren Städten Flugpassagiere zu transportieren. Dazu beitragen soll die Finanzierungsrunde, die Lilium im Juni dieses Jahres abhielt. Sie brachte insgesamt 375 Millionen US-Dollar (328 Millionen Euro) ein.

Senkrechtstarter Lilium Jet (43 Bilder)

2025 soll die zweite Fabrik in Betrieb genommen werden.
(Bild: Lilium)

Liliums Elektro-Flugtaxi soll fünf Sitze haben. Während die meisten Konkurrenzmodelle wie übergroße Drohnen konzipiert sind, soll der Lilium Jet senkrecht starten und landen, aber die Strecke mit Hilfe von Tragflächen wie ein konventionelles Flugzeug zurücklegen. Das soll eine höhere Geschwindigkeit und mehr Effizienz ermöglichen.

(anw)