Katastrophenschutz: Flut an der Erft soll am Computer simuliert werden

Am Computer soll das verheerende Hochwasser an der Erft nachträglich simuliert werden. Die Erkenntnisse bilden später eine Grundlage für zukünftiges Handeln.

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(Bild: Shutterstock)

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  • dpa

Die Bezirksregierung Köln lässt das verheerende Hochwasser an der Erft nachträglich am Computer simulieren. Ein entsprechender Auftrag sei an eine Ingenieurgesellschaft vergeben worden, teilte die Behörde der Deutschen Presse-Agentur mit. "Die bei den Nachberechnungen gewonnenen Erkenntnisse bilden dann eine Grundlage für das zukünftige Handeln zur Hochwasservorsorge und zum Hochwasserschutz", sagte ein Sprecher. Die Daten sollen etwa für den Wiederaufbau von Brücken und Pegeln verwendet werden.

Nach Angaben der Bezirksregierung waren zuvor bereits Hochwasser mitsamt ihrer Auswirkungen berechnet worden, die häufig, mittelhäufig oder selten auftreten. Bei der Kategorie des seltenen Hochwassers sei ein Ereignis zugrunde gelegt worden, das statistisch alle 1000 Jahre vorkomme. Bei der Flut im Juli 2021 habe man dann allerdings feststellen müssen, "dass dieses seltene Ereignis teilweise deutlich überschritten wurde". Die Wassermassen waren gigantisch.

Nun soll das tatsächliche Ausmaß der Flut geklärt werden. Helfen können dabei zum Beispiel Luftbildaufnahmen und "georeferenzierte Fotos", wie die Bezirksregierung erläuterte. Geplant ist, danach auch weitere Gewässer zu betrachten.

Unwetter mit ungewöhnlich starken Regenfällen hatten Mitte Juli in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine Hochwasserkatastrophe ausgelöst. Ganze Landstriche wurden von den Wassermassen verwüstet. Stark betroffen waren unter anderem Orte an der Erft. In Erftstadt etwa gab es einen gewaltigen Erdrutsch. Mehrere Häuser wurden mitgerissen, es entstand ein riesiger Krater.

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(bme)