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Ford Mach-Eau: Benzin- und Pferdeduft für Umsteiger auf Elektroautos

Damit Petrolheads weniger vermissen, wenn sie auf ein Elektroauto umsteigen (müssen), hat Ford ein Parfüm entwickelt, das nach Benzin und Pferd riecht.

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Statt Benzin gibt's von Ford für Elektroautofahrer den passenden Duftersatz als Parfüm.

(Bild: Ford)

Von
  • Oliver Bünte

Für eingefleischte Petrolheads, die sich so gar nicht für den Umstieg auf ein zwar umweltfreundliches doch mitunter steril wirkendes Elektroauto begeistern können, hat Ford zusammen mit dem Parfüm-Entwickler Olfiction einen Duft entwickelt, der nach Benzin und Pferd riecht und Noten von Gummi sowie Geranium, Ingwer, Lavendel und Sandelholz enthält. Umsteiger vom geruchsstarken Benziner auf ein Elektroauto müssen sich also Benzin nicht direkt hinters Ohr schmieren, um keine Entzugserscheinungen zu haben, sondern erhalten mit Mach-Eau eine hoffentlich hautfreundlichere Variante.

Die Idee von Ford zu dem Parfüm kam dem Automobilhersteller nach der Vorstellung seines vollelektrischen Mustang Mach E-GT im Februar 2020. Ford sah, dass Menschen der typische Geruch von Verbrennungsmotoren bei dem vollelektrischen Auto fehlen könnte. Eine von Ford in Auftrag gegebene Studie hätte dann gezeigt, dass jeder fünfte Fahrer beim Umstieg auf ein Elektroauto den Benzingeruch am meisten vermissen würde, rund 70 Prozent der Befragten gaben an, ihn zumindest "bis zu einem gewissen Grad" zu vermissen. Der Umfrage nach lag der Duft von Benzin in der Beliebtheit noch vor den Gerüchen von Wein, Käse und neuen Büchern.

Wie Ford in einer Mitteilung ausführt, handele es sich bei Mach-Eau um einen "High-End-Duft" mit einem "tierischen" Element, um an den Ford Mustang zu erinnern und damit Fahrerinnen und Fahrer davon zu überzeugen, auf ein modernes umweltfreundliches Elektroauto umzusteigen.

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Der "tierische" Autoduft wurde von Olfiction und der finnischen Parfüm-Entwicklerin Pia Long zusammengestellt, die bereits an bekannten Düften mitgewirkt haben soll. Ausgangspunkt sei bei der Entwicklung von Mach-Eau gewesen, Geruchselemente eines typischen benzingetriebenen Fahrzeugs nachzustellen, darunter von Benzaldehyd, der in Fahrzeuginnenräumen abgegeben wird, sowie Parakresol, ein Stoff, der in Autoreifen vorkommt. Zusammen mit anderen Duftelementen wurde er verfeinert und mit der Pferdeduftkomponente abgeschmeckt.

Mach-Eau hat Ford auf dem Goodwood Festival of Speed, einem jährlichen Event für Freunde gepflegter Krawallbüchsen, vorgestellt. Ob die diesen Duft verwenden wollen, oder doch lieber beim guten alten Super bleiben, ist nicht bekannt. Zu kaufen gibt es das Parfüm im Gegensatz zum Mustang Mach E-GT bisher nicht. Ob und wann der Duft auf den Markt kommt und was er kosten soll, ist ebenfalls offen.

(olb)