Framework Laptop: Nachhaltiges Notebook jetzt mit 14-Kern-Prozessoren

Der größte Makel im modular aufgebauten Framework Laptop ist Geschichte: Ein neues Mainboard setzt auf Intels CPU-Baureihe "Alder Lake-P".

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(Bild: Framework)

Von
  • Mark Mantel

Framework löst sein Versprechen ein, das eigene Notebook mit Upgrades für mehr Leistung zu versorgen: Der Framework Laptop kommt jetzt nicht nur in einer neuen Version mit CPUs aus Intels Prozessorbaureihe Alder Lake-P, die Firma bietet auch das neue Mainboard einzeln an. Wer bereits einen Framework Laptop besitzt, kann sich ab 489 Euro ein Upgrade bestellen.

In der günstigsten Version ist der 12-Kern-Mobilprozessor Core i5-1240P aufgelötet, der aus Preis-Leistungs-Sicht die sinnvollste Option darstellt. Für 799 Euro, also 63 Prozent Aufpreis, gibt es den Core i7-1260P mit höherem CPU-Takt, mehr Cache und etwas schnellerer integrierter Grafikeinheit. Auf dem teuersten Mainboard sitzt der 14-Kerner Core i7-1280P, der bei anderen Herstellern nur selten anzutreffen ist. Alle CPUs laufen standardmäßig mit 30 Watt und können kurzfristig bis zu 60 Watt aufnehmen.

Bei den Notebooks reicht die Preisspanne je nach Prozessor von 959 bis 1769 Euro in den Do-it-Yourself-Ausführungen ohne RAM, SSD, Betriebssystem und Anschlussmodulen. Eine Vorkonfiguration mit Core i5-1240P, 8 GByte DDR4-3200-RAM, 256 GByte großer SSD und Windows 11 Home kostet 1199 Euro.

Apropos RAM: Framework bleibt bei zwei SO-DIMMs, die zusammen bis zu 64 GByte DDR4-3200-RAM aufnehmen. Das ist zum einen bei Neuanschaffungen günstiger als DDR5-4800 und zum anderen kann man bei Upgrades die bisherigen RAM-Module weiterverwenden.

Der neue Framework Laptop ist abgesehen vom überarbeiteten Mainboard weitgehend identisch zum Vorgänger, verwendet hinter dem Display aber eine neue Aluminiumverschalung. Diese ist nicht mehr gegossen, sondern gefräst, was laut Hersteller die Stabilität deutlich verbessern soll. Das Cover verkauft Framework für 99 Euro auch einzeln für ältere Notebooks – die WLAN-/Bluetooth-Antennen und das Webcam-Kabel sind bereits angebracht. Upgrade-Kits enthalten sowohl ein neues Mainboard als auch das Cover.

Upgrade-Kits enthalten ein Mainboard mit Alder-Lake-P-Prozessor und das Aluminium-Top-Cover.

(Bild: Framework)

Zudem gibt Framework einen Ausblick auf ein neues Anschlussmodul, das bis zum Jahresende erscheinen soll: NBase-T-Ethernet mit einer Übertragungsrate von 2,5 Gbit/s. Im Inneren sitzt der Realtek-Controller RTL8156. Aufgrund der Größe von RJ45-Ports ragt das Modul aus dem Notebook-Gehäuse heraus.

Vorserienausführungen von Framework Ethernet-Anschlussmodul.

(Bild: Framework)

Die erste Charge des neuen Framework Laptops will der Hersteller ab Juli 2022 verschicken. Für eine Anzahlung von 100 Euro können sich Interessierte einen Platz in der Warteschlange sichern – wer es sich anders überlegt, bekommt die Anzahlung erstattet. Die Mainboards sollen ebenfalls "demnächst" verfügbar sein.

(mma)