Freitag: Googles Pixel-Handys einfacher reparierbar, Japans AKW zum Mitnehmen

iFixit mit Pixel-Ersatzteilen + AKW im Containerformat + Raspberry Pi WLAN-Bastelboard + Aus für anonyme Kryptozahlungen + Retrobike mit Stromanschluss

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Reparatur eines Handys

(Bild: PK Studio/Shutterstock.com)

Von
  • Frank Schräer

Wer auf der Suche nach Original-Ersatzteilen für Googles Pixel-Smartphones ist, kann diese nun beim Reparatur-Portal iFixit erwerben. Die Zahl der Ersatzteile ist noch eingeschränkt, aber sie sind für Handys ab dem Pixel 2 von 2017 bis zu aktuellen Modellen erhältlich. Bis zu einem Mikroreaktor für Handys ist es noch ein weiter Weg, aber Japans Atomindustrie hat bereits ein AKW im Containerformat präsentiert. Dieses kann etwa als mobiles Notkraftwerk per Lastwagen in Katastrophengebiete transportiert werden. Noch weniger Strom als ein Handy benötigt das neue Mikrocontroller-Bastelboard "Pico" mit WLAN der Raspberry Pi Foundation – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Das Reparatur-Portal iFixit bietet ab sofort Original-Ersatzteile auch für Google-Pixel-Handys an. Im iFixit-Store sind einzelne Komponenten wie Akkus, Kameras und Bildschirme für Googles Modelle vom Pixel 2 aus dem Jahre 2017 bis zum aktuellen Pixel 6 erhältlich. Auch für das kommende Pixel 6a verspricht der Anbieter entsprechende Ersatzteile. Damit haben iFixit und Google ihre Partnerschaft schneller umgesetzt als angekündigt, denn die Ersatzteile sollten eigentlich erst ab Ende dieses Jahres verkauft werden: iFixit bietet offiziell Original-Ersatzteile für Google Pixel Smartphones an.

Japans Atomindustrie leidet noch unter dem wirtschaftlichen Fallout von Fukushima. Mitsubishi Heavy Industries (MHI) prescht nun mit neuen AKWs vor, darunter einem Mikroreaktor, der mit Lastwagen transportiert werden kann. Die Kraftwerksidee von MHI ist mitsamt Ummantelung rund drei Meter hoch und vier Meter breit. Das mobile Powerhouse hat genügend Brennstoff an Bord, um 25 Jahre lang Hitze plus eine elektrische Leistung von 500 Kilowatt zu liefern. Mögliche Einsatzorte sind entlegene Inseln und Katastrophengebiete: ein AKW im Containerformat aus Japan.

Die Raspberry Pi Foundation bringt die neue Version "Pico W" des Mikrocontroller-Bastelboard "Pico" mit WLAN. Das Pico W kostet etwa 2 Euro mehr als der Pico (4 Euro) und kombiniert den von Raspberry Pi Ltd. selbst entwickelten Mikrocontroller RP2040 mit dem WLAN-Controller Infineon CYW43439, der ebenfalls über zwei ARM-Rechenkerne verfügt, sowie mit 2 MByte Flash-Speicher. Der CYW43439 (alias Infineon Airoc CYW4339XKUBGT) ist via SPI mit dem RP2040 verbunden und funkt mit einem Stream im 2,4-GHz-Band (Wi-Fi 4): WLAN-Bastelboard Raspberry Pi Pico W für 6 Euro.

Die EU will es Kriminellen schwerer machen, Kryptowährungen für kriminelle Zwecke zu missbrauchen. Wer in der EU virtuelle Münzen wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple verwendet, soll künftig unabhängig vom Gegenwert identifiziert werden können. Auf ein solches Aus für anonyme Zahlungen und Spenden mit Krypto-Tokens haben sich am Mittwochabend Verhandlungsführer des EU-Parlaments, des Ministerrats und der Kommission in Brüssel verständigt. Ziel ist es, den Transfer von Krypto-Vermögenswerten "vollends" nachverfolgbar zu machen: EU-Gremien einigen sich auf Aus für anonyme Kryptozahlungen.

Viele neu gegründete Elektromotorradmarken zeichnen sich durch ein eher langweiliges, mutloses Design aus. Die englische Maeving RM1 besitzt hingegen viel Charme. Sie besticht durch ein gekonntes Retro-Flair, ohne den Elektroantrieb zu verleugnen. Inspiriert von den Board Trackers der 1920er-Jahre hat die RM1 kein Heck, sondern einen Fahrradsattel – natürlich mit handvernähtem Leder bezogen. Ein Stahlrohrrahmen in klassischem Schwarz unterstreicht den nostalgischen Auftritt. In der Tankattrappe lassen sich wahlweise Kleinkram oder die optionale zweite Batterie unterbringen: Das Elektromotorrad Maeving RM1 ist ein Retrobike mit Stromanschluss.

Maeving RM1 (7 Bilder)

In ihrer Schlichtheit liegt die Eleganz. Ein Stahlrohrrahmen sorgt für Stabilität und ein Sattel genügt für den Fahrer.

Auch noch wichtig:

  • In ihrer überarbeiteten Strategie schreibt die NATO, der Cyberspace sei zu jeder Zeit umkämpft. Dabei richtet sie den Blick insbesondere auf Russland und China: NATO sieht dauerhafte Bedrohungen im Cyberspace durch Russland und China.
  • Das zeitlich befristete Ticket für Bus und Bahn zeigt Wirkung. Das Auto wird im Berufsverkehr offenbar weniger genutzt, wie eine Analyse von TomTom zeigt: weniger Stau auf den Straßen im Berufsverkehr wegen 9-Euro-Ticket.
  • Die Voraussetzungen, damit die Ukraine Stromhandel mit der EU betreiben kann, seien gegeben, teilte der Europäische Verbund der Übertragungsnetzbetreiber mit: Ukraine kann der EU nun Strom verkaufen.
  • Der 1. Juli ist der kanadische Nationalfeiertag und erinnert an die Bildung Kanadas (als Bundesstaat des britischen Commonwealth) durch den British North America Act am 1. Juli 1867.
  • Heute vor 25 Jahren gab Großbritannien Hongkong in einem offiziellen Festakt an die Volksrepublik China zurück.

(fds)