Freitag: Sparkurs bei Meta, 5G-Mobilfunk mit T-Handys oder Bandbreitengarantie

Zuckerberg für Meta-Sparkurs + Mobilfunk-Bandbreite garantiert + T-Handys für 5G + 5G-Ausbauprobleme bei 1&1 + Schluss für Google Stadia + Ostsee-Pipeline leckt

Lesezeit: 5 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen
Mobilfunkmast in der Provinz

(Bild: swissdrone / Shutterstock.com)

Von
  • Frank Schräer

Facebook-Betreiber Meta plant schmalere Budgets und "umstruktierte" Teams, sprich: Einstellungsstopp und Kündigungen. Angesichts fallender Umsätze setzt Mark Zuckerberg auf Sparen, aber weiter auf das Metaverse. Diese Virtual-Reality-Welt benötigt Bandbreite und vielleicht auch dafür bekommen Privatkunden erstmals von einem Netzbetreiber garantierte Mobilfunk-Bandbreite. Das gibt's jetzt in Teilen Österreichs im 5G-Standalone-Netz von Drei. Im Alpenland startet die Deutsche Telekom daneben mit 5G-Handys unter eigener Hausmarke. Die T Phones sollen nächste Woche in Österreich und acht weiteren europäischen Märkten erhältlich sein, nächstes Jahr in Deutschland – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Gewinn, Marge und Umsatz fallen bei Meta Platforms erstmals. Das beunruhigt Meta-Chef Mark Zuckerberg. Zunächst hat er sein Managementteam umgestaltet und von der Belegschaft mehr Effizienz gefordert. Das hat die Lage nicht stabilisiert, wie Zuckerberg jetzt eingestanden hat. Deshalb verschärft er den Sparkurs: Budgetkürzungen, Einstellungsstopp und Kündigungen von Mitarbeitern. Die Budgets fast aller Teilbereiche sollen gekürzt werden, selbst jene, die noch wachsen sollen: Zuckerberg verschärft Sparkurs für Meta mit Einstellungsstopp und Kündigungen.

Erstmals können Privatkunden Internetzugang mit garantierter Mindestbandbreite über ein Mobilfunknetz buchen. Der österreichische Mobilfunk-Netzbetreiber 3 (Hutchison Drei Austria) hat am Donnerstag das erste kommerzielle 5G-Standalone-Netz (5G SA, also auch mit 5G-Kernnetz) in Betrieb genommen und entsprechende Tarife lanciert. Zum Auftakt erreicht der in chinesischem Eigentum stehende Netzbetreiber damit die Wohnsitze von 1,3 Millionen Haushalten und Unternehmen: Garantierte Mobilfunk-Bandbreite erstmals für Privatkunden von Hutchison 3 Austria.

Ebenfalls in Österreich möchte die Deutsche Telekom (DTAG) mit einer eigenen Smartphone-Marke und günstigeren Endgerätepreisen mehr Kunden in ihre 5G-Netze locken. Der steigende Datenverbrauch füllt die 4G-Netze (LTE), was den Netzbetreiber auf Dauer teurer kommt als das effizientere 5G. Jetzt sollen passende Handys unter 300 Euro den Umstieg auf 5G beschleunigen. T Phone und T Phone Pro starten nächste Woche in Österreich und acht weiteren europäischen Märkten, nächstes Jahr in Deutschland: Deutsche Telekom bringt eigene 5G-Handys – T Phone für den Massenmarkt

Derweil kommt der Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes von 1&1 langsamer voran. Die Hauptschuld am stockenden 5G-Ausbau bei 1&1 wird nun Vantage Towers zugeschoben, einem Tochterunternehmen Vodafones. Selbst wenn die Konkurrenzsituation von 1&1 und Vodafone als Mobilfunkprovider keine Rolle bei den Verzögerungen gespielt haben sollte, dürften andere Telekomanbieter künftig auf andere Sendemastbetreiber zurückgreifen, weil diese nicht im Kerngeschäft eines Mobilfunkproviders tätig sind: Stockender Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes bei 1&1 ist auch Vodafones Problem.

Google stellt seinen Cloud-Gaming-Dienst Stadia ein: Der Streaming-Dienst sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben, begründet Google-Manager Phil Harrison den Schritt, der sich in den vergangenen Monaten bereits abgezeichnet hatte. Die Stadia-Server sollen am 18. Januar 2023 abgeschaltet werden. Bis dahin sollen gekaufte Titel weitgehend spielbar bleiben. Nach dem Stichtag können sie nicht mehr gespielt werden. Alle Kosten für Stadia-Hardware und dort gekaufte Spiele will Google in voller Höhe erstatten: Google stampft Cloud-Gaming mit Stadia ein.

Die schwedische Küstenwache hat ein viertes Leck an der Gas-Pipeline Nord Stream 2 entdeckt. Zu Beginn der Woche war zunächst von Problemen mit dem Druck in den Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 berichtet worden. Das vierte Leck soll nordwestlich der Insel Bornholm im ausschließlichen Seegebiet von Schwedens liegen. Das Leck betreffe die Gas-Pipeline Nord Stream 2 und erstrecke sich über eine Länge von 200 m. Die Ukraine beschuldigt Russland, das die Sabotage-Anschuldigungen dementiert: Schwedische Küstenwache entdeckt viertes Leck in Ostsee-Pipeline Nord Stream 2.

Auch noch wichtig:

(fds)