Freitag: SpyPhone-Pläne der EU, Spiele als Verbrecher-Köder, Snapchat fällt tief

Kriminelle rekrutieren Jugendliche beim Videospielen + Videokonferenzen als Umweltverschmutzer + Japans Traum vom Stromtanker + Abgeordnete gegen SpyPhone-Pläne

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Videospieler, dazu Text: FREITAG SpyPhone-Pläne der EU, Spiele als Verbrecher-Köder, Snapchat fällt tief

(Bild: Shutterstock/JJFarq/heise online)

Von
  • Andreas Knobloch

Mexiko hat drei Kinder aus der Gewalt Krimineller befreit. Sie hatten die Kinder über ein Computerspiel als Spitzel rekrutiert. Während Aktien auf neue Redkorde klettern, stürzt die Snapchat-Aktie tief. Die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Beliebte Videospiele werden von Verbrechern in Mexiko genutzt, um Jugendliche zu rekrutieren. Sie suchen online nach Kindern, die Interesse an gewaltlastigen Spielen und Waffen haben. Diese ködern sie dann zur Mitarbeit in Verbrecherbanden. Drei Buben wären beinahe mehr als tausend Kilometer von ihrem Heimatort entfernt gelandet, um dort als Spitzel zu arbeiten. Nach ihrer Befreiung warnt Mexikos Regierung davor, dass Verbrecher Minderjährige in Videospielen rekrutieren.

Um mehr als Fünftel abgestürzt sind Aktien des Snapchat-Betreibers Snap. Weil Apple User wählen lässt, wie sehr sie überwacht werden möchten, steigen Snaps Werbeeinnahmen nicht so kräftig. Angesichts des anhaltenden "Apple-Gegenwinds" sind die Snap-Aktien abgesackt.

Rechenzentren schießen wie Pilze aus dem Boden. Die Herstellung ihrer Hardware verbraucht Ressourcen, der Betrieb verschlingt Strom. Eine vom Umweltbundesamt (UBA) veröffentlichte Studie fand große Unterschiede im Energie- und Ressourcenbedarf von Rechenzentren. Die Forscher stellten fest, dass Notebooks in Videokonferenzen mehr Treibhausgase erzeugen als die Rechenzentren: CO2-Emission bei Videostreaming & Co.

Große Schiffe bringen Energie – in Zukunft vielleicht auch gespeicherten Strom. Schwimmende Kraftwerke gibt es schon, nun möchte ein japanisches Startup einen riesigen schwimmenden Akku dazu nutzen, Strom von Windkraftanlagen weit vor Japans Küste an Land zu bringen. Finden sich Investoren, könnte Japans Traum von einem Stromtanker Wirklichkeit werden.

Facebook, Google, Microsoft und andere Diensteanbieter dürfen private Nachrichten ihrer Nutzer in der EU seit Kurzem nach sexuellen Missbrauchsdarstellungen von Kindern durchsuchen. Die EU-Kommission möchte das verpflichtend einführen, womit sichere Verschlüsselung illegal würde. 20 EU-Abgeordnete fast aller Fraktionen schlagen Alarm zu den SpyPhone-Plänen der EU.

Auch noch wichtig:

(akn)