FritzOS 7.20: Mehr Speed und moderne WLAN-Verschlüsselung für Fritzboxen

AVM hat sein neues Routerbetriebssystem fertiggestellt. Neu sind unter anderem WP3-Verschlüsselung, schnelleres VPN und SMBv3 für NAS-Konfigurationen.

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(Bild: c't)

Von
  • Mark Mantel

"Über 100 Neuerungen" verspricht AVM für sein aktualisiertes Routerbetriebssystem FritzOS 7.20. Zu den wichtigsten gehören die moderne WLAN-Verschlüsselung Wi-Fi Protected Access 3 (WPA3) und das endlich zeitgemäße SMBv3-Protokoll für Zugriffe auf den NAS-Server des Routers. AVM hat endlich die antike Server Message Block Version 1 (SMBv1) aus dem Jahr 1983 mit den neueren Versionen SMBv2 und SMBv3 ersetzt.

AVM verspricht zudem, seine auf IPsec basierende VPN-Technik deutlich beschleunigt zu haben: Bis zu dreifache Übertragungsgeschwindigkeit sei gegenüber Fritzboxen mit Vorgängerversionen des FritzOS gemessen worden. Wenn man in der Fritzbox eine LAN-zu-LAN-Kopplung eingerichtet hat, kann man Zugriffe auf den IPSec-Tunnel auf bestimmte Geräte des Heimnetzes beschränken. So kommt zum Beispiel ausschließlich das Firmen-Notebook ins Firmennetz, während alle übrigen Geräte direkt mit dem Internet kommunizieren. Das verkürzt für die ausgeschlossenen Geräte die Latenz und schützt deren Privatsphäre, weil Firmen-Admins keine Einblicke in deren Internet-Bewegungen erhalten. Alle VPN-Verbesserungen zusammen dürften besonders Homeoffice-User begrüßen.

Mit DNS-over-TLS (DoT) ist FritzOS erstmalig in der Lage, DNS-Anfragen verschlüsselt ins Internet zu versenden. DoT und verwandte Techniken sollen das Ausspähen der Surf-Ziele der Nutzer erschweren.

Mit von der Partie sind diverse Performance-Verbesserungen: AVM will die WLAN-Kanäle der Spitzenmodelle 7590 und 6591 Cable auf 160 MHz verdoppeln. Das neue "Performance Mesh Steering" verbessert laut dem Hersteller "die WLAN-Verbindungen von mobilen Endgeräten". Die optimierte Autokanal-Wahl berücksichtigt nun auch die WLAN-Umgebung der Mesh-Repeater, sodass für das komplette WLAN-Mesh der beste WLAN-Kanal gewählt wird.

Der WLAN-Gastzugang, über den man etwa in Cafés oder Arztpraxen ins Internet kommt, lässt sich dank WPA3 künftig mittels Enhanced Open/Opportunistic Wireless Encryption (OWE) verschlüsseln, um Abhörangriffe zu erschweren. Administratoren können einzelne Endgeräte wie Smartphones oder Notebooks über die Router-Oberfläche aus dem WLAN werfen.

Die Fritzbox 7590 erhält als erster AVM-Router ein Update auf das Betriebssystem FritzOS 7.20, das zahlreiche Neuerungen von der Beta-Version Fritz!Labor 7.19 in eine finale Fassung überführt. Updates für den Fritz-Repeater 2400 sollen in Kürze folgen. Weitere Fritz-Produkte kommen in den nächsten Wochen dran.

(mma)