Frizzy Grape: Der Steroid-Arduino

Weil Power-Peripherie den Arduino oft überfordert, hat Frizzy Electronics seinem Board einen 3A-Regler verpasst – nebst einer sinnvollen Pin-Anordnung.

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Von
  • Carsten Meyer

Wer leistungshungrige Motorsteuerungen oder Modellbau-Servos an seinem Arduino betreiben will, scheitert oft an der schwachbrüstigen Stromversorgung des Originals: Schon bei einigen hundert Milliampere wird der kleine 5V-Längsregler ziemlich heiß. Wohl oder übel muss man dann zu einem separaten 5V-Netzteil greifen.

Der spanische Hersteller Frizzy Electronics hat sich des Problems angenommen und seinem ansonsten voll kompatiblen Arduino-Nachbau Frizzy Grape einen Schaltregler verpasst, der bis zu 3A Ausgangsstrom liefern kann. Selbst der Betrieb von mehreren großen Modellbau-Servos ist damit über ein Steckernetzteil möglich. Durch das Schaltregler-Prinzip reicht ein Netzteil mit 9 bis 12V und 2A, um bei 5V satte 3A zu liefern.

Dreier-Steckleisten auf dem Frizzy Grape erleichtern den Anschluss von Modellbau-Servos und Motorsteuerungen.

Zum bequemen Anschluss von Servos sind auch die zusätzlichen, in Dreier-Gruppen angeordneten Ausgangspins gedacht: Zu jeder I/O-Leitung des Prozessors gesellen sich ein 5V- und Masse-Pin als Nachbarn, so dass Servos und Motorsteuerungen ohne Breakout-Board direkt über die üblichen 3-poligen Kabel angeschlossen werden können. Eine weitere sinnvolle Ergänzung ist der von der Front zugängliche Ein/Aus-Schalter nebst Reset-Taster.

Das Board kostet im Tindie-Shop des Herstellers rund 14,50 Euro, durch den Versand aus dem Ausland kommen allerdings noch erhebliche Portokosten hinzu. Die Pläne zum Board sind auf der Github-Seite von Frizzy einsehbar. (cm)