Frühjahrsputz: Googles neue Registry API soll Ordnung schaffen

Die Registry API erfasst maschinenlesbare Beschreibungen von Schnittstellen, die sich in Gebrauch oder in der Entwicklung befinden.

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(Bild: ESB Professional/Shutterstock.com)

Von
  • Madeleine Domogalla

Google stellt der Open-Source-Community mit der Registry API einen experimentellen Ansatz zur Organisation von Informationen über APIs zur Verfügung. Damit möchte das Unternehmen Entwickler dabei unterstützen, Inkonsistenzen und Duplikate bereits existierender APIs zu vermeiden.

Die Registry API soll es Teams ermöglichen, maschinenlesbare Beschreibungen von APIs hochzuladen und freizugeben, die im Gebrauch und in der Entwicklung sind. Diese Beschreibungen umfassen API-Spezifikationen in Standardformaten wie OpenAPI, das Google API Discovery Service Format und die Protocol Buffers Language.

Eine derartige Sammlung von API-Beschreibungen könne laut Blogbeitrag eine gute Basis für weitere Werkzeuge und Dienste sein, die APIs besser und einfach nutzbar machen sollen. Auf diese Weise können beispielsweise Linter-Tools zur Codeanalyse verifizieren, dass APIs einem Standardmuster folgen. Dokumentationsgeneratoren stellen Dokumentationen gut lesbar und in einem zugänglichen Format bereit. Code-Generatoren erzeugen API-Clients und Server-Scaffolding. Mi der Registry API und dem darin enthaltenen Online-Katalog lassen sich APIs suchen und finden. Zudem soll das Zusammenführen aller API-Informationen an einem Ort die Konsistenz eines API-Portfolios stärken.

Unter der Haube steckt ein gRPC-Service (Remote Procedure Call), der formal von Protocol Buffers beschrieben wird und sich eng an die Google API-Designrichtlinien unter aip.dev (API Improvement Proposals) hält. Die Registry API unterstützt gRPC-HTTP/JSON-Transcoding, was dafür sorgt, dass sie automatisch als JSON-REST-API unter Verwendung eines Proxys veröffentlicht werden kann. Proxies ermöglichen auch gRPC Web, wodurch gRPC-Aufrufe direkt aus browserbasierten Anwendungen erfolgen können. Das Projekt umfasst darüber hinaus ein experimentelles GraphQL-Interface.

Nähere Informationen zur Registry API für Googles Open-Source-Projekte finden sich im Open-Source-Blog des Unternehmens.

(mdo)