Functograph: Wissenschaftler bauen Produktionsroboter aus Billig-3D-Drucker

Ein Forscherteam der Meiji-Universität (Tokio) hat einen 3D-Filamentdrucker zu einem Montage-Roboter umgebaut, der Maschinenteile druckt und zusammenbaut.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 8 Beiträge

(Bild: Meiji University Tokio)

Von
  • Heinz Behling

Der von einem Team der Meiji University Tokio gebaute und Functograph genannte Roboter kann nicht nur Einzelteile wie Zahnräder, Hebel oder Gehäuseteile drucken, sondern sie anschließend auch vollautomatisch zu einer fertigen Maschine zusammenbauen. Der Roboter ist sogar fähig, die so gebaute Maschine zu bedienen.

Die vom Functograph zusammengebaute Kaffeemühle wird auch durch den Roboter bedient.

Möglich wird dies zum einen durch speziell gefertigte Montagewerkzeuge, die am Druckkopf des Creality-Printers befestigt werden können, und mit denen die Druckteile aufgenommen, positioniert und so zusammenfügt werden können. Diese Werkzeuge sind softwaregesteuert wechselbar, sodass auch für kompliziertere Vorgänge jeweils der optimale, natürlich ebenfalls 3D-gedruckte Manipulator zur Verfügung steht.

(Bild: Die Montagewerkzeuge am Druckkopf sind wechselbar.)

Der Drucker kann außerdem die Druckteile von Stützstrukturen trennen, sodass auch kompliziertere Teile mit Überhängen verwendbar sind, ohne dass ein Mensch eingreifen muss.

Das Team präsentierte die Fähigkeiten des Functograph beim Zusammenbau einer Kaffeemühle, eines Spielzeugautos sowie eines Sandwich-Makers.

Gedruckte Zahnräder fügt der Roboter zu Getrieben zusammen.

Demonstrations-Videos, die den Functograph in Aktion zeigen, stehen zum Download zur Verfügung.

(hgb)