Games-Förderung: BMVI unterstützt "Projekt Süßkartoffel" mit 2 Millionen Euro

Das BMVI unterstützt erste Großprojekte mit der Games-Förderung. Die höchste Summe geht ans Münchner Studio Mimimi Games, das "Desperados 3" entwickelt hat.

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Screenshot aus "Desperados 3"

(Bild: Mimimi Games)

Von
  • Daniel Herbig

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt erste Videospiel-Großprojekte mit Geldern aus der Games-Förderung. Einem Bericht des Branchenmagazins Gameswirtschaft.de zufolge werden vorerst fünf deutsche Videospiele mit Summen ab 500.000 Euro gefördert.

Die größte Summe geht laut Gameswirtschaft.de an das Münchner Entwicklerstudio Mimimi Games für dessen "Projekt Süßkartoffel" – der fertige Name des entwickelten Spiels ist nicht bekannt. Mimimi hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten deutschen Entwicklerstudios gemaußert. Die Münchner haben unter anderem "Shadow Tactics: Blades of the Shogun" und "Desperados 3" entwickelt – beides Echtzeit-Taktikspiele. Auch mit "Projekt Süßkartoffel" will Mimimi diesem Genre treu bleiben. Das BMVI unterstützt die Entwicklung mit 2 Millionen Euro.

"Desperados 3" in 100 Sekunden

Jeweils 913.000 Euro gehen an Seal Media aus Kiel und Promotion Software aus Tübingen. Seal Media soll mit dieser finanziellen Unterstützung sein Strategiespiel "Northmen" entwickeln, Promotion Software seinen Titel "Emergency One". Das Berliner Studio Awesome Prototype bekommt 620.000 Euro für den Fußballmanager "Die Mannschaft", Softgames Mobile Entertainment Services knapp 500.000 Euro für das Facebook-Kartenspiel Solitaire Home. Laut Gameswirtschaft.de sollen in den kommenden Wochen sechs weitere Titel bekanntgegeben werden, die mit der Gamesförderung unterstützt werden.

Die fünf genannten Videospiele werden mit Mitteln aus der Großprojektförderung unterstützt. Sie ist die zweite Phase der Games-Förderung des BMVI: In Phase 1 wurden laut Gameswirtschaft.de bereits 226 Projekte mit insgesamt knapp 27 Millionen Euro gefördert – die individuellen Summen durften dabei nie 200.000 Euro überschreiten. Subventionen unterhalb dieser Grenze müssen nicht bei der Europäischen Kommission angemeldet werden.

Die Großprojektförderung hatte sich dagegen verzögert, weil sich das Notifizierungsverfahren bei der Europäischen Kommission in die Länge gezogen hatte. Erst im Februar hatte die Bundesregierung grünes Licht bekommen, mit der "großvolumigen Produktionsförderung" zu beginnen. Die Bundesregierung will bis mindestens 2023 jährlich 50 Millionen Euro in die deutsche Spieleindustrie pumpen, um die Branche im Wettbewerb mit der stärkeren internationalen Konkurrenz zu unterstützen.

(dahe)