Gaming-Grafikkarten: Deutsche nehmen hohe Preise in Kauf

Deutsche haben im vierten Quartal 2020 rund 64 Prozent mehr Geld für GeForce- und Radeon-Grafikkarten ausgegeben als ein Jahr davor.

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(Bild: c't)

Von
  • Mark Mantel

Obwohl Grafikkarten schlecht verfügbar und überteuert sind, haben viele Deutsche Ende 2020 und Anfang 2021 aufgerüstet oder einen neuen PC gekauft. Das Marktforschungsinstitut GfK berichtet über einen 64-prozentigen Umsatzanstieg mit Grafikkarten im vierten Quartal 2020 verglichen mit dem Vorjahr. Im Januar 2021 haben Käufer in Deutschland fast doppelt so viel Geld für Grafikkarten ausgegeben wie Anfang 2020.

Laut GfK ist der Anstieg insbesondere PC-Spielern zuzurechnen. Der Marktbeobachter titelt folglich: "Deutschland im Gaming-Fieber". Dabei werden deutlich erhöhte Preise in Kauf genommen. Besserte sich die Liefersituation im November 2020 noch, verschlechtert sich die Verfügbarkeit seit Jahresanfang wieder. Der Durchschnittspreis einer Grafikkarte soll im Januar 2021 bei 956 Euro gelegen haben – fast ein Drittel mehr als vergangenen Herbst. Absolute Umsatzzahlen nennt der Marktbeobachter nicht.

Zwei Drittel aller verkauften Grafikkarten sollen aus der aktuellen Generation stammen, also AMDs Radeon RX 6000 und Nvidias GeForce RTX 3000. Die Vorgängerserien sind seit Monaten kaum noch erhältlich und vorwiegend im Abverkauf von Komplett-PCs zu finden.

GfK erwähnt Preissteigerungen durch eine hohe Nachfrage bei Krypto-Minern, die beispielsweise Ethereum schürfen, spricht ihnen in Deutschland aber keine hohe Bedeutung zu. Durch den Krypto-Boom kommen weniger Grafikkarten in den hiesigen Handel; Mining selbst dürfte aufgrund der hohen Stromkosten hierzulande wenig populär sein.

Nvidias GeForce RTX 3060 ist derweil die einzige Grafikkarte aus der aktuellen Generation, die für weniger als 1000 Euro erhältlich ist. Verfügbare Modelle starten bei knapp 600 Euro – Nvidia empfiehlt eigentlich 330 Euro.

(mma)