Gas-Kontamination in der Apple- und AMD-Chipproduktion bei TSMC

Verschmutzungen in der Halbleiterfertigung des 5-Nanometer-Prozesses wurden umgehend behoben. TSMC erwartet "keine signifikanten Auswirkungen".

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TSMC Fab 18 Gebäude

Fab 18 in Tainan, Taiwan

(Bild: TSMC)

Von
  • Frank Schräer

Beim Chip-Fertiger TSMC in Taiwan wurde eine Gas-Kontamination festgestellt. Offenbar war die 5-Nanometer-Produktion betroffen, die bislang vorwiegend für Apple genutzt wird. Nach Angaben von TSMC wurden die verunreinigten Gase umgehend durch andere Vorräte ersetzt. Der Chiphersteller erwartet keine signifikanten Auswirkungen auf den Produktionsprozess.

Wie Nikkei Asia berichtet, wurde am letzten Donnerstag eine Gas-Kontamination in der Fab 18 im Süden Taiwans festgestellt. Dabei handelt es sich um die modernste Produktionsstätte der "Taiwan Semiconductor Manufacturing Company" (TSMC). Dort werden Chips in der 5-Nanometer-Technik für Apple hergestellt, zu der auch die kommenden Prozessoren für die nächste Generation der iPhones und MacBooks gehören sollen (A15 sowie M1X und M2). Vom nächsten iPhone-Chip A15 soll Apple bereits 100 Millionen Stück bei TSMC bestellt haben.

TSMC erklärte auf Anfrage Nikkeis, dass "einige TSMC-Produktionslinien im South Taiwan Science Park bestimmte Gase von Lieferanten erhielten, von denen angenommen wird, dass sie kontaminiert sind. Diese wurden schnell durch andere Gasversorgungen ersetzt." TSMC bestätigte, dass die Kontaminationen am Donnerstag aufgetreten sind, allerdings nicht, ob es sich konkret um die Fab 18 gehandelt habe.

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Nach Angaben von TSMC wurden strenge Folgemaßnahmen eingeleitet, um sicherzustellen, dass es keine Probleme mit der Produktionsqualität gibt. Das Unternehmen erwartet derzeit keine wesentlichen Auswirkungen des Vorfalls auf den Betrieb und wird die Situation weiter verfolgen. Chip-Auslieferungen sollen sich nicht verzögern.

Nikkei meldet unter Berufung auf mit der Situation vertraute Quellen, dass die Verunreinigungen die Chipfertigung begrenzt beeinflusst habe. TSMC hätte Mitarbeiter, die die Fabrik nach Feierabend bereits verlassen hatten, zurückgerufen, um die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen.

Darüber hinaus haben die sintflutartigen Regenfälle der letzten Tage im Süden Taiwans nach Angaben des Betreibers keine Auswirkungen auf den Fabrikbetrieb, berichtet die Taipei Times. Innerhalb von 24 Stunden seien 380 Millimeter Regen im South Taiwan Science Park gefallen, der Parkplätze und Verwaltungsgebäude überflutet hätte.

(fds)