Gebrauchtwarenhändler nervt Apple-Kunden mit Werbung über AirDrop

Back Market, das unter anderem aufgearbeitete iPhones und Macs verkauft, schickt Besuchern von Apple-Läden in Berlin, London und Paris "Nachhaltigkeitsreklame".

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Altes iPhone in Wasserflasche als AirDrop-Spammer.

(Bild: Back Market / Screenshot YouTube)

Von
  • Ben Schwan

AirDrop-Botschaften können in der Öffentlichkeit äußerst nervig sein – hat man auf seinem iPhone den Empfang beziehungsweise die Erkennbarkeit gegenüber anderen Geräten nicht deaktiviert, kann es sein, dass einem wildfremde Personen unerwünschte Dateien zukommen lassen.

In der Vergangenheit kam es etwa zu Belästigungen mit Nacktaufnahmen, die sogar polizeiliche Ermittlungen nach sich zogen. Was zum Glück relativ selten vorkommt, ist Reklame per AirDrop. Ein französisches Gebrauchtwaren-Start-up, das auch auf YouTube und Co. aggressiv für sich wirbt, tat dies nun doch: Die Firma Back Market nutzte iPhones, um Kundinnen und Kunden verschiedener Apple-Läden mit eigenen Botschaften zu beglücken.

Die Kampagne, die das Unternehmen in einem YouTube-Video unter der Überschrift "Hack Market" zeigt, fand laut Angaben von Back Market in Paris, London und auch Berlin statt – jeweils in einem der großen Apple Retail Stores. Beworben wurden "billigere und grünere Modelle" gegenüber dem, was Apple anbiete: Eben die Refurbished-iPhones, Refurbished-iPads und Refurbished-Macs, die Back Market verkauft. "Schnell, die Leute von der Security gucken gerade nicht. Es ist Zeit, dich für Refurbished zu entscheiden...", hieß es etwa in einem animierten Werbefilm, der kam, wenn man dem per AirDrop geschickten Link folgte.

Was Apple zu der Aktion sagt, ist unklar – auch weiß niemand, wie viele Kunden von dem Stunt tatsächlich betroffen waren. Back Market betont, der Kauf seiner Geräte sorge für eine Minderung des Kohlendioxidfußabdrucks, während der Kauf eines neuen Smartphones diesen erhöhe. Dabei müsse man sich gar nicht anstrengen, Refurbished zu kaufen und spare zudem. Tatsächlich mischt auch Apple im Ankaufgeschäft mit und gibt Nutzern Rabatt, die ihr Gerät vorab verkaufen. Zudem bietet der Konzern selbst Refurbished-Produkte an.

Wer sich vor AirDrop-Reklame künftig schützen will, kann das ganz einfach tun: Im Kontrollzentrum klickt man dazu länger auf den Bereich für Funknetze und kann dann den Empfang beispielsweise nur auf Kontakte beschränken – oder aber ganz abdrehen.

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(bsc)