Gefahr Knopfzelle: Australischer Händler nimmt AirTags aus dem Programm

Es gebe Bedenken über den einfachen Zugang zu der Knopfzellenbatterie in AirTags, so eine australische Regulierungsbehörde.

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AirTag Knopfzelle
Von
  • Leo Becker

Apples AirTag-Verschlussmechanismus sorgt für Ärger: Die australische Handelskette Officeworks hat die kleinen Bluetooth-Tracker kurz nach dem Verkaufsstart wieder aus dem Programm genommen – offenbar aus Sorge um den vergleichsweise leichten Zugang zur enthaltenen Knopfzellenbatterie.

Man könne das Produkt "vorübergehend" nicht mehr dort kaufen, man warte auf weitere Anweisungen der für Produktsicherheit zuständigen Australian Competition and Consumer Commission (ACCC), erklärte Officeworks in einer Stellungnahme gegenüber Gizmodo Australia. Der Händler arbeite zudem mit Apple daran, Sicherheitsbedenken auszuräumen.

Die australische Regulierungsbehörde erklärte, dass die Angelegenheit im Zusammenhang mit der Knopfzellenbatterie steht: Man habe von Bedenken wegen der "Zugänglichkeit" der Knopfzelle in den AirTags erfahren, so die ACCC gegenüber Gizmodo. Weitere Details wurden nicht bekannt. Andere australische Händler scheinen AirTags unverändert im Programm zu belassen.

Apple betonte gegenüber der Seite, AirTags seien internationalen Sicherheitsstandards für Kindern entsprechend gestaltet worden. Der Zugriff auf die AirTag-Batterie erfordert ein zweistufiges Vorgehen: Die Abdeckung der Rückseite muss erst nach unten gedrückt und dann gleichzeitig gedreht werden, um die Knopfzelle freizulegen.

Im Unterschied zu manchen anderen Sensoren mit Knopfzellenbatterie etwa aus dem Sportbereich sind AirTags relativ einfach zu öffnen und die Batterie lässt sich im Anschluss sehr leicht entnehmen – das ist zumindest praktisch, um die Knopfzelle (CR2032) nach rund einem Jahr zu tauschen.

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Eltern sollten darauf achten, dass die metallische AirTags-Abdeckung stets so fest wie möglich zugeschraubt ist und das Produkt von Kleinkindern fernhalten. Das Verschlucken einer Knopfzellenbatterie gilt als lebensbedrohlich, in einem solchen Fall sollte unmittelbar ein Arzt kontaktiert werden.

(lbe)