Geforce Now: Spiele von Square Enix zurück beim Cloud-Gaming-Dienst

Als einer der ersten Publisher entfernte Square Enix seine Spiele aus Geforce Now. Nun sind einige Titel von Square Enix wieder beim Cloud-Dienst spielbar.

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(Bild: Square Enix)

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Publisher Square Enix hat einige seiner Spiele erneut bei der Cloud-Gaming-Plattform Geforce Now bereitgestellt. Zuvor hatte Square Enix seine Spiele von Geforce Now entfernen lassen, nachdem der Cloud-Gaming-Dienst gestartet war. Unter anderem lassen sich die aktuellen Spiele der "Tomb Raider"-Reihe sowie "Deus Ex: Human Revolution" und "Deus Ex: Mankind Divided" nun wieder bei Geforce Now spielen.

Der Publisher aus Japan gehört zu den ersten Spieleunternehmen, die ihre Titel von Geforce Now entfernen ließen. Während der Beta-Phase des Cloud-Gaming-Dienstes hatten zahlreiche Publisher die Verfügbarkeit ihrer Titel bei Geforce Now geduldet. Nachdem der Service dann allerdings als offiziell gestartet war, legten zahlreiche Spielefirmen Einspruch gegen die Verwendung ihrer Spiele ein.

Im Gegensatz zu vielen anderen Cloud-Gaming-Diensten hat Nvidias Geforce Now keine eigene Bibliothek, sondern ermöglicht das Streaming von Titeln, die sich bereits in der Bibliothek der Nutzer befinden – zum Beispiel bei Steam. Für die Nutzer hat das den Vorteil, dass sie Spiele nicht mehrfach kaufen müssen.

Viele Publisher sind aber nicht damit einverstanden, dass ihre Spiele auch bei Geforce Now gespielt werden können. Für zusätzlichen Ärger sorgte außerdem, dass Nividia viele Spielefirmen anfangs gar nicht um Erlaubnis fragte, ihre Spiele streamen zu dürfen.

Geforce Now im Vergleich zu Google Stadia

Als im Februar zum Beispiel Activision seine Spiele für Geforce Now sperren ließ, erklärte Nvidia das mit einem "Missverständnis". Auch mit Bethesda, 2K Games, Warner Bros., den Xbox Game Studios und Square Enix hatte es offenbar Missverständnisse gegeben: Sie alle entfernt ihre Spiele von Geforce Now.

Um weiteren Abgängen und den damit verbundenen Peinlichkeiten zuvorzukommen, änderte Nvidia im Mai schließlich seine Strategie: Anstatt standardmäßig alle Spiele einzubinden, bis sich jemand darüber beschwert, entschied sich Nvidia für ein Opt-In-Modell. Nun müssen Hersteller Nvidia explizit die Zustimmung dafür geben, ihre Spiele bei Geforce Now anzubieten. Damit schrumpfte zwar unmittelbar die Geforce-Now-Bibliothek, langfristig steht der Cloud-Gaming-Dienst so aber auf sichereren Beinen.

Dass Square Enix nun zumindest einen Teil seiner Spiele wieder für Geforce Now freigegeben hat, weckt die Hoffnung, dass andere Hersteller diesem Vorbild folgen könnten. Unklar ist, welche Verhandlungen zwischen Square Enix und Nvidia zu dem Schritt geführt haben. Weder Nivida noch Square Enix machten dazu Angaben.

(dahe)