5G-Frequenzen bescheren Geldlawine bei US-Versteigerung

Mit 81 Milliarden Dollar stellt die Versteigerung von Frequenzen im 3,7-GHz-Band alle bisherigen Auktionen in den Schatten. Und jetzt kommt noch die 2. Phase.

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Turm mit Antennen

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

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  • Daniel AJ Sokolov

Die Versteigerung von US-Frequenznutzungsrechten im Bereich 3,7 bis 3,98 GHz bricht alle Rekorde: 80,917 Milliarden US-Dollar (67 Milliarden Euro) in vorläufigen Geboten sind schon in den 97 Runden der ersten Auktionsphase zusammengekommen. So viel Geld hat die US-Regulierungsbehörde FCC noch mit keiner Mobilfunkfrequenzversteigerung erlöst.

Der bisherige Rekord datiert aus dem Jahr 2015 und liegt bei 44,9 Milliarden Dollar. Damals wurden 1.600 Lizenzen für insgesamt 65 MHz Spektrum um 1,7 und 2,1 GHz für zwölf Jahre ausgegeben. Diesmal sind es 5.684 Lizenzen für insgesamt 280 MHz Spektrum für 15 Jahre. Pro Megahertz und Jahr gerechnet waren die Preise vor sechs Jahren also höher, die absolute Summe war niedriger.

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Allerdings ist die aktuelle Auktion noch nicht vorbei. In der nun zu Ende gegangenen "Clock"-Phase wurde festgelegt, welche Bieter wie viel Spektrum in welchen Regionen erhalten. Nun beginnt die Zuteilungsphase der 5G-Versteigerung. Dabei entscheidet sich, welche Frequenzbereiche an welche erfolgreichen Bieter gehen. Selbst innerhalb eines Bands sind niedrigere Frequenzen meist begehrter als höhere, weil niedrigere Frequenzen bei gleicher Sendestärke Hindernisse wie Wände besser durchdringen.

Unterdessen ist die FCC auf der Suche nach weiteren Frequenzen für Mobilfunkdienste. Beispielsweise hat die Behörde den Frequenzbereich von 12,2 bis 12,7 GHz im Auge. Dort funken derzeit TV-Satelliten, nicht-geostationäre Satelliten und ortsfeste Telecom-Netzbetreiber. Die FCC ersucht nun die Öffentlichkeit um Stellungnahmen dazu, ob und wie es möglich wäre, diese Frequenzen auch für Mobilfunk zu öffnen ohne die bestehenden Nutzer zu beeinträchtigen.

(ds)