Gematik zeigt Stand der elektronischen Patientenakte im TI-Score

Die Gematik hat ihre "Transparenz-Offensive" um den aktuellen Stand der ePA erweitert. Darüber sollen die Softwareanbieter regelmäßig Auskunft geben.

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Ärztin mit langen Fingernägeln an Laptop

(Bild: Billion Photos/Shutterstock.com)

Welche Anbieter sind schon auf die Verarbeitung der elektronischen Patientenakte (ePA) vorbereitet? Das soll ein Indikator zeigen, den die für Digitalisierung des Gesundheitswesens zuständige Gematik GmbH bekannt machen möchte. Es handelt sich dabei um den "erweiterten TI-Score".

Derzeit geht aus dem TI-Score hervor, ob die von Praxen und Kliniken beauftragten Softwareanbieter bereit für die Telematikinfrastruktur sind ("TI-ready"). Der erweiterte TI-Score soll zeigen, ob die Anbieter auch auf Verarbeitung elektronischer Patientenakten vorbereitet sind ("ePA-ready"). Damit will die Gematik für "mehr Transparenz" und "Dynamik" bei der Einführung der ePA sorgen.

Der TI-Score gibt zudem Überblick zur Entwicklung des E-Rezepts für Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Krankenhäuser. Seit Neuestem werden zusätzlich Angaben zum Status der Apothekenverwaltungssysteme gemacht. Um den aktuellen Status herauszufinden, hat die Gematik in den vergangenen Wochen die Softwareanbieter kontaktiert. Anbieter werden außerdem dazu angehalten, regelmäßig ihren Status zum Ausstattungsgrad und zur Einsatzbereitschaft der Softwareprodukte zu melden.

Der TI-Score klassifiziert mit den Buchstaben A bis E den aktuellen Stand der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Bei Herstellern, die bisher keine Angaben gemacht haben, prangt ein Fragezeichen – aktuell betrifft das 53 von 70 Softwareherstellern. Buchstabe E zeigt an, dass das "Primärsystem" die Standards erfüllt und zertifiziert ist. D bedeutet, dass die ePA – mindestens Version 1.0 – in mehr als 90 Prozent der Einrichtungen eingeführt ist. Dies ist bei einem Anbieter der Fall.

TI-Score zum Stand der elektronischen Patientenakte

(Bild: Gematik)

C kommt fünfmal vor – hier bietet der Hersteller Schulungsmaterial für die Nutzung der ePA an. In sieben Fällen, B, hat der Softwareanbieter "fein- bis mittelgranulares Berechtigungsmanagement" eingeführt – die Version 2.0 der ePA. Vier Hersteller haben der Gematik zufolge mindestens einen elektronischen Gesundheitspass implementiert. Es gibt Mutterpass, Zahnbonusheft, U-Heft für Kinder und Impfpass.

(mack)