Gemeinsames Projekt: Microsoft und Google verbessern Rechtschreibprüfung

Chrome und Edge haben eine verbesserte Rechtschreibprüfung bekommen. Daran haben die jeweiligen Mutterkonzerne gemeinsam gearbeitet.

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(Bild: Screenshot Microsoft Blogbeitrag)

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Teamwork statt Konkurrenz: Microsoft und Google haben gemeinsam an einer verbesserten Rechtschreibprüfung gearbeitet, die nun in den Browsern der beiden Konzerne Einsatz findet. Bisher lief das bei Edge und Chrome über die Open-Source-Software Hunspell, nun wird auf Windows Spellcheck gesetzt.

Mit der Integration soll die Erkennung von URLs, E-Mail-Adressen und Akronymen besser werden. Zudem sind Dialekte und mehr Sprachen verfügbar. Den neuen Spellchecker gibt es ab Edge 83 und Chrome 83, Unterstützung ab Windows 8.1., heißt es in einem Microsoft-Blogbeitrag. Eine Beispiel-Grafik zeigt sodann, wie viel besser die Software ist:

(Bild: Screenshot_Microsoft-Blog)

Chrome-Nutzer können mit Eingabe von chrome://flags/ in der Adresszeile den Spell Checker finden und auswählen. Bei Edge ist er ab Version 83 auch ohne Flag aktiviert. Unter edge://settings/languages lässt sich die Sprache aussuchen, diese sollte aber auch automatisch beziehungsweise durch Übernahme der Windows-Einstellungen korrekt sein. Zusätzliche Sprachen lassen sich in den Browser-Einstellungen unter dem Menüpunkt "Zeit und Sprache" auswählen.

Die Software ist durch eine Kollaboration von Google und Microsoft im Rahmen des Chromium-Projekts entwickelt worden. Entsprechend können auch alle Chromium-basierten Browser auf Spellcheck zurückgreifen.

Dass Microsoft der eigenen Engine EdgeHTML den Rücken zugewendet hat und auf Chromium als Unterbau setzt, hat das Unternehmen bereits 2018 verkündet. Der neue Edge-Browser ist nun Anfang des Jahres gestartet, der Fahrplan hat erstmal regelmäßige Updates vorgesehen, um auf Nutzerwünsche einzugehen. Googles Chromium dominiert das Web inzwischen. Auch Opera und Vivaldi setzen etwa auf die Open-Source-Engine.

(emw)