Geschäft beim Luft- und Raumfahrtkonzern OHB schrumpft

Auch die Weltraumindustrie bleibt von der Corona-Krise nicht verschont. Die Auswirkungen sind aber weniger heftig, merkt man bei OHB.

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(Bild: OHB)

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  • dpa

Das Geschäft des Satellitenbauers OHB in Bremen ist in der Corona-Krise im ersten Halbjahr 2020 geschrumpft. Insgesamt sei die Lage der Luft- und Raumfahrt aber stabiler als in anderen Branchen, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag. Die Raumfahrtprojekte seien langfristig angelegt, die Auftraggeber meist Staaten oder Institutionen.

Der Umsatz der OHB SE sank in den ersten sechs Monaten auf 370,0 Millionen Euro nach 411,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum (minus 10 Prozent). Auch die Gesamtleistung sank um 7 Prozent auf 395,9 Millionen Euro. In diese für OHB wichtige Kennziffer fließen noch nicht bilanzierte Eigenleistungen wie Softwareentwicklung ein.

Das operative Ergebnis vor Abzügen (Ebitda) stieg leicht auf 36,6 Millionen Euro nach 36,0 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Konzernüberschuss nach allen Abzügen sank von 13,0 Millionen Euro auf 10,6 Millionen Euro, wie OHB mitteilte.

Im Februar hatte OHB für 2020 eine Gesamtleistung von 1,1 Milliarden Euro und ein Ebitda von 88 Millionen Euro prognostiziert. Die Lage sei in der Corona-Pandemie aber so unsicher, dass man diese Kennziffern derzeit "weder bestätigen noch widerrufen" könne.

Zu kämpfen hatte OHB unter anderem mit dem zeitweiligen Ausfall seines Standorts in Mailand. In Norditalien grassierte das Coronavirus besonders heftig. Intern griff nach Angaben des Sprechers eine Reihe von Sparmaßnahmen, auch die Dividende für 2019 blieb im Unternehmen. Ende Juli unterzeichnete OHB einen Vertrag mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA über zwei Satelliten, die den Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid (CO2) überwachen sollen.

(mho)