Geschrumpfte Vollformatkamera: Sony A7C mit großem Akku und Mini-Gehäuse

Nach R und S kommt C: Sony hat eine weitere Variante seiner spiegellosen A7-Vollformatkameras vorgestellt. Sie ist extra kompakt, das Gehäuse dennoch vertraut.

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Die Sony A7C ist einer besonders kompakte Vollformatkamera.

(Bild: Sony)

Von
  • Sophia Zimmermann

Die Sony A7C soll ab Oktober das Angebot an spiegellosen Systemkameras mit Vollformatsensor erweitern. Sie gesellt sich zu den Schwestern A7, A7R und A7S. Das "C" in ihrem Namen steht für "compact". Dabei bedient sich der Hersteller einer Gehäuseform, die er bereits seit langem für seine spiegellosen Modellen mit APS-C-Sensor nutzt. Basis dürfte entsprechend der kleinere Body der A6600 sein – mit seitlich eingelassenem Sucher (2,36 Millionen Pixeln; 1024 × 768 Bildpunkte). Beide Kameras spielen auch in der Gewichtsklasse von etwas über 500 Gramm. Die große Schwester Sony A7 III ist mit 650 Gramm schwerer.

Mit der Kamera will sich Sony auch an Vlogger wenden, die hauptsächlich Bewegtbilder aufzeichnen. Ihnen stehen dafür verschiedene Videomodi zur Verfügung. 4k-Filme nimmt die Sony A7C beispielsweise mit maximal 30 Bildern pro Sekunde auf. Full-HD-Videos mit maximal 120 Bildern pro Sekunde. Für bequemes Handling bei Selfie-Videos sorgt ein freischwenkbarer Monitor, der auf Touchgesten reagiert. Seine Auflösung kocht mit 921.000 Pixeln (740 × 420 Bildpunkte) eher auf Sparflamme, was typisch ist für die Sony-Modellpalette.

Auf spezielle Bedienelemente für Produktvideos wie bei der seiner Vlogging-Kompaktkamera ZV1 verzichtet Sony. Allerdings setzt der Hersteller die Videotaste prominent auf die Oberseite der Kamera. Der Zubehörschuh der A7C besitzt eine digitale Audioschnittstelle, sodass Nutzer hier beispielsweise mit einem XLR-Adapterkit arbeiten könnten.

Das Konzept der A7C erinnert an die gerade vorgestellte Panasonic S5. Auch diese Vollformatspiegellose soll sich als Hybrid gleichermaßen für Fotografie und Video eignen. Panasonic setzt dabei ebenso auf ein vergleichsweise kompaktes Gehäuse. Gemeinsam haben die künftigen Konkurrenten zudem eine Auflösung von 24 Megapixeln sowie eine 5-achsige Sensorstabilisierung. Anders als das Panasonic-Pendant beherrscht das Sony-Modell für den Autofokus allerdings neben der Kontrastmethode auch die Phasenerkennung. 693 Phasendetektionspunkte gibt der Hersteller an, die 93 Prozent der Sensorfläche abdecken sollen.

Die Sony A7C in Bildern (5 Bilder)

Die Sony A7C ergänzt das Angebot an spiegellosen Systemkameras mit Vollformatsensor. Sie sitzt in einem besonders kompakten Gehäuse, das ...
(Bild: Sony)

Für die Stromversorgung setzt Sony auf den größeren FZ100-Akku, der schon in den aktuellen Modellen der Sony-A7-Serie und der A6600 steckt. Mit ihm soll die A7C auf maximal 740 Bilder pro Ladung (Display-Betrieb) kommen. Laut Sony ist es möglich, Videoaufnahmen von bis zu 215 Minuten ohne Unterbrechung aufzuzeichnen, wenn das LC-Display verwendet wird. Für längere Videoaufnahmen kann die Spiegellose außerdem via USB-C mit Strom versorgt werden. Anders als die großen Schwestern muss die A7C mit lediglich einem SD-Kartenslot auskommen.

Wer gehofft hatte, das "C" im Namen stünde für auch "cheap" (billig), der wird ein bisschen enttäuscht ein. Sony will allein für das Gehäuse einen Preis von 2100 Euro aufrufen. Im Kit mit dem ebenfalls neuen SEL-2860 soll die A7C gut 2400 Euro kosten. Der Standardzoom deckt eine universelle Brennweite von 28 bis 60 Millimetern ab und bietet eine Lichtstärke von f/4.0 bis f/5.6. Wie die Kamera ist das Objektiv auf Kompaktheit getrimmt, was die vergleichsweise kleinen Blendenöffnungen sowie den abgespeckten Brennweitenspielraum im Vergleich zu herkömmlichen Standardzoomobjektiven erklärt. Preislich liegt die Sony A7C etwas über der Konkurrentin Panasonic S5. Sie ist noch für unter 2000 Euro zu haben.

(ssi)