Ghosns mutmaßliche Fluchthelfer in USA verhaftet

Nach der Flucht des damaligen Top-Managers von Renault-Nissan-Mitsubishi aus Japan wurden zwei mögliche Fluchthelfer von Carlos Ghosn in den USA festgesetzt.

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Carlos Ghosn bei einer Pressekonferenz 2015 in der Nissan-Zentrale im japanischen Yokohama.

(Bild: Bertel Schmitt)

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In den USA sind zwei Männer festgenommen worden, die dem früheren Autoboss Carlos Ghosn zur Flucht aus Japan verholfen haben sollen. Die Festnahmen ereigneten sich am Mittwoch (22. Mai 2020), wie aus Dokumenten eines Gerichts im Bundesstaat Massachusetts hervorging. Dem 27-Jährigen und dem 59-Jährigen wird in Japan vorgeworfen, Ghosn geholfen zu haben, das Land zu verlassen.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um Vater und Sohn. Gegen die beiden wurde Anfang des Jahres in Japan ein Haftbefehl ausgestellt. Sie sollen noch am Mittwoch in Boston per Videokonferenz einem Richter vorgeführt werden, wie die Sprecherin des Justizministeriums, Nicole Navas, auf Anfrage mitteilte. Neben den beiden Festgenommenen gibt es in dem spektakulären Fall einen weiteren mutmaßlichen Fluchthelfer.

Der ehemalige Vorstandschef des französisch-japanischen Autobündnisses Renault-Nissan-Mitsubishi Ghosn war am 19. November 2018 in Tokio unter anderem wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden. Im April 2019 wurde er unter strengen Auflagen auf Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen. Ghosn floh dann Ende Dezember unter abenteuerlichen Umständen in einem Privatjet nach Beirut. Er soll in einer Kiste versteckt gewesen sein, die am Flughafen als Gepäck für Musikinstrumente deklariert und nicht durchleuchtet wurde.

(fpi)