Gnome-Projekt macht Mailinglisten dicht

Das Gnome-Projekt hostet eine größere Anzahl an Mailinglisten. Die schließt das Projekt zum Monatsende. Die Nutzer sollen auf Discourse ausweichen.

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(Bild: Michael Traitov/Shutterstock.com)

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Das Gnome-Projekt beherbergt zahlreiche Mailinglisten, insbesondere zu einzelnen Anwendungen der Desktop-Umgebung. Die wollen die Projekt-Maintainer nun zum Monatsende einstampfen. Die Diskussionen sollen nun auf der Discourse-Plattform stattfinden.

Als Begründung führt Red Hat-Mitarbeiter und Gnome Infrastructure Team Coordinator Andrea Veri in den Ankündigungsmails auf den Mailinglisten unter anderem den großen Aufwand an, den die Mailinglisten verursachten. Zum einen würde das Ausmisten von Spam eine ziemliche Belastung darstellen. Aber auch die Abkündigung von python2 – worauf die Mailinglistensoftware offenbar fußt – stellt einen weiteren Sargnagel für die Mailinglisten dar.

Die bisherigen Mailinglisten-Nutzer sollen jetzt die Discourse-Plattform nutzen. Als Log-in könne das Gnome-Konto oder jeder OpenID-Anbieter dienen. Aktive Listen und Tags habe man dort schon vorbereitet und angelegt. Dazu seien die Mailinglisten im Laufe des Jahres beobachtet worden. Etwa solche Listen, die hauptsächlich mit Spam geflutet wurden, sind dabei unter die Räder gekommen.

Die alten Mailinglisten bleiben im Nur-Lesen-Modus als Archiv erhalten. Eine Art FAQ hat Andrea Veri auf der Discourse-Diskussionsplattform des Gnome-Projekts gestartet. Darin erläutert er unter anderem, dass sich Discourse auch per Mail-Client nutzen lasse. Oder dass es klar sei, dass der Wechsel zu Kopfschmerzen führe, wie frühere vergleichbare Wechsel oder Ergänzungen, etwa von IRC zu Matrix oder cgit zu GitLab.

Die Internationalisierungsprojekte, die auf die Mailinglisten setzten, haben jedoch noch eine Schonfrist von zwei Wochen bis Mitte November. Hier müssten noch Code-Anpassungen erfolgen, um den Workflow nicht zu gefährden, erläutert Veri.

(dmk)