Gnome-Wettbewerb: Online-Schule soll Entwickler gewinnen

Bei der Gnome-Challenge hat es ein Vorschlag in die nächste Runde geschafft, der die Errichtung einer Online-Schule für Linux-Entwicklung vorsieht.

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(Bild: Bonnie Fink / Shutterstock.com)

Von
  • Martin Gerhard Loschwitz

Das Gnome-Projekt animiert derzeit zusammen mit Endless im Rahmen seiner "Gnome Challenge" junge Menschen zur Mitarbeit in der Open-Source-Community. Aus diversen Community-Vorschlägen der ersten Einreichphase hat ein Gremium nun die vielversprechendsten Projekte ausgewählt. Diese müssen sich im weiteren Verlauf beweisen. Die erste Runde überstanden hat auch ein auf den Namen Rhea getauftes Bildungsprojekt. Dabei geht es um nicht weniger als eine Online-Schule für Entwicklung unter Linux.

Die Idee zu Rhea stammt von Vladimir Mikulic. Sein Plan ist dabei simpel: Kurse in Video- wie Textform sollen junge Menschen für die Open-Source-Entwicklung begeistern. Rhea will sich an Einsteiger wie Fortgeschrittene richten: Wer frisch dabei ist, soll etwa die Grundlagen der Entwicklung von Endanwender-Software per Online-Kurs erlernen. Erfahrene Programmierer vertiefen ihr Wissen beispielsweise in Kursen, die sich der Optimierung von Anwendersoftware widmen. Mit der Zeit könnten in der Umgebung auch Kurse zur anderen Themen wie Kernel-Entwicklung unter Linux verfügbar sein.

Aktuell läuft die Phase zwei der Challenge, bei der die Gewinner der ersten Runde ihre technischen Konzepte verfeinern und mit der Implementierung beginnen. Zu den weiteren erfolgreichen Ideen gehören beispielsweise das Projekt "Big Open Source Sister", um unterrepräsentierte Gruppen als Entwickler zu gewinnen oder "Creative FOSS", für grafisch mehr ansprechende Oberflächen.

Alle Gewinner haben 1000 US-Dollar erhalten und bis Anfang November Zeit ein Proof-of-Concept zu erstellen. Anfang Dezember will die GNOME-Foundation die Gewinner der zweiten Phase verkünden. Bis Ende Februar 2021 ist danach Zeit, um die Arbeiten abzuschließen. Den Gewinnerprojekten der GNOME-Challenge winken Preisgelder sowie Unterstützung beim Betrieb von Infrastruktur. Noch ist also nicht sicher, ob Rhea in der geplanten Form online geht.

(axk)