GoPro Hero 9 Black: 5K-Auflösung und mehr Bedienkomfort

GoPros neue Actioncam Hero 9 bekommt ein zweites Display und einen größeren Akku. Auch die Auflösung ist gestiegen.

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(Bild: GoPro)

Von
  • Joachim Sauer

GoPro hat mit der Hero 9 sein neues Actioncam-Topmodell vorgestellt Sie verkörpert einen Strategiewechsel des Branchenprimus: Im Vergleich zum Vorgänger ist die Hero 9 deutlich gewachsen, hat hinten mehr Platz für ein größeres Display und vorne einen komplett neuen Bildschirm. Zudem zeichnet die Actioncam nun in 5K-Auflösung auf und schießt Fotos mit 20 Megapixeln.

Im Inneren der neuen Hero 9 werkelt nun ein CMOS-Sensor mit 23,6 Megapixeln. Damit wird nicht nur die höhere Fotoauflösung möglich. Der Sensor gibt auch mehr Spielraum für höher auflösende 5K-Videos, die per elektronischer Bildstabilisierung beruhigt werden.

Im 5K-Modus bietet die Hero 9 vier Blickwinkel, bei geringeren Auflösungen hat man dagegen fünf Wahlmöglichkeiten. Denn hier gibt es den sogenannten "Superview", der knapp (echt gemessene) 120 Grad Blickwinkel bei 25 Bildern in der Sekunde liefert. Auch im 5K-Modus filmt man nur mit 25 Fps, während man in allen anderen Auflösungen mit bis zu 60 Bildern aufzeichnen kann. In Full-HD sind für eine sanftere Zeitlupe auch weiterhin bis 240 Bilder in der Sekunde möglich.

Das Rückseiten-Display der GoPro Hero 9 ist deutlich größer als das auf der Vorderseite. Es dient weiterhin zur Bedienung das Kameramenüs bedient.

(Bild: GoPro)

Neu ist die Möglichkeit, in der Kamera stets den Horizont geradezurichten. Das kostet zwar nochmal etwas Weitwinkel, funktioniert im ersten Hands-On aber sehr gut. Viel Kritik musste GoPro für die Hero 8 mit seiner fest verbauten Schutzscheibe vor der Optik einstecken. Deshalb ist diese nun wieder abnehmbar. Passend dazu kündigt GoPro gleich ein Lens-Mod an, mit dem man im 2,7K-Modus besonders gut beruhigte und stets im Horizont ausgerichtete Videos hinbekommen soll. Das Lens-Mod kommt im Oktober und wird knapp 100 US-Dollar kosten.

Das neue Vorderseitendisplay ist im 1:1-Format gehalten, kann aber aufs klassische 16:9 umgestellt werden. Mit 2,9 cm Diagonale im 16:9-Modus ist die Vorschau groß genug für den Betrieb am Selfiestick. Auf der Rückseite wächst das Display im Vergleich zum Vorgängermodell um einen halben Zentimeter auf 5,5 cm. Der Akku ist gewachsen: Er leistet statt 1220 mAh nun 1720 mAh. Die Hero 9 lässt sich nun auch Zeitgesteuert einschalten, sodass man sich für Aufnahmen des Sonnenaufgangs nicht mehr aus dem Bett bemühen muss. Die Zeitrafferaufnahmen lassen sich wieder mittels einer Schaltfläche auf Echtzeit abbremsen.

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Wie die im Lieferprogramm bleibende Hero 8 benötigt die neue Hero 9 keinen Montagerahmen, sondern bietet unten zwei ausklappbare Montagelaschen. Sie ist bis 10 Meter Wassertiefe dicht und staubgeschützt. Als Schnittstelle bietet die Kamera einen USB-C-Anschluss zum Laden, wobei die Actioncam am Rechner angeschlossen auch als Full-HD-Webcam nutzbar ist. Zudem unterstützt GoPro via App das direkte Streamen auf Facebook, Facebook Pages sowie Twitch und YouTube.

Die Hero 9 Black startet bei 350 US-Dollar, wobei GoPro sie auch als Hero 9 Black Bundle für 400 US-Dollar anbietet. In der Bundle-Transporttasche sind neben der Actioncam ein zweiter Akku sowie ein Schwimmgriff und zwei Klebehalterungen in einer Transporttasche.

(dahe)