Google Docs verschlüsseln, auch vor Google

Mehrere neue Sicherheitsfunktionen führt Google für Workspace ein. Unter anderem können Nutzer ihre Dokumente künftig selbst verschlüsseln.

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(Bild: Google)

Von
  • Moritz Förster

Künftig lassen sich Dokumente in Google Workspace mit einem vom Nutzer bereitgestellten Schlüssel verschlüsseln. Diese Funktion ist direkt in Docs, Sheets, Slides und Drive integriert: Mit einem Klick lassen sich verschlüsselte Dateien neu anlegen, auf die anschließend auch Google selbst keinerlei Zugriff hat.

Zum Start funktioniert das ausschließlich mit den Drittanbietern Flowcrypt, Futurex, Thales und Virtru. Sie halten den Schlüssel des Nutzers sowie passende Management-Werkzeuge vor. Allerdings will Google noch dieses Jahr eine API bereitstellen, über die Anwender lokal verwaltete Schlüssel einsetzen können.

Verschlüsselte Dateien lassen sich schnell anlegen und werden als solche gekennzeichnet.

(Bild: Google)

Zum Start setzt die Verschlüsselung eine Lizenz des Typs Workspace Enterprise Plus oder Education Plus voraus. Interessierte Nutzer können sich ab sofort für eine Beta anmelden. Langfristig will Google diese Funktionen ebenfalls für andere hauseigene Dienste anbieten, darunter Gmail, Meet und Calendar.

Des Weiteren erhalten Administratoren ein Werkzeug, mit dem sie einstellen können, welche Nutzer und Gruppen mit welchen anderen Nutzern und Gruppen Dokumente teilen dürfen. Diese Vertrauensregeln lassen sich granular konfigurieren und sind sowohl für interne wie externe Anwender gedacht. Das Tool erscheint als Beta in den kommenden Monaten.

In Drive lassen sich Dateien nun mit DLP-Labeln versehen. So soll die Data Loss Prevention erkennen können, welche Sicherheitsregeln für diese Dokumente greifen. Google führt ferner 60 neue vordefinierte Inhaltsdetektoren ein, die teils mit Techniken des maschinellen Lernens den Inhalt von Dateien – zum Beispiel Lebensläufe, Patente oder Quelltexte – automatisch erkennen und kategorisieren sollen.

Label sollen der DLP dabei helfen, vertrauliche Daten als solche zu erkennen und zu schützen.

(Bild: Google)

Die DLP-Labels für Drive sind ab sofort verfügbar, jedoch noch in einer Beta-Phase. Sie setzen als Lizenztyp Workspace Business Standard oder Plus, Workspace Enterprise oder Workspace for Education Standard oder Plus voraus. Außerdem soll Drive künftig als Phishing oder Malware erkannte Dateien automatisch als solche kennzeichnen. Letzteres erscheint für alle Nutzer.

Details zu allen neuen Sicherheitsfunktionen finden sich im zugehörigen Blogeintrag im zugehörigen Blogeintrag. Bislang waren zum Verschlüsseln von Docs-Dokumenten externe Tools notwendig. Workspace als Business-Paket existiert erst seit Ende 2020, es bündelt viele Google-Dienste und ähnelt der Konkurrenz Microsoft 365.

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(fo)