Google, Facebook & Co bauen Unterseekabel in Asien und Afrika aus

Neue, 12.000 km lange Unterseekabel verbessern die Internetanbindung in Japan und Südostasien. Parallel wird das 2Africa-Projekt auf mehr Länder ausgedehnt.

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Warnung vor Kabeln am Strand

Warnschild nahe einer Kabellandestelle. Schiffsanker wären gefährlich für das Kabel.

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

Von
  • Frank Schräer

Google und Facebook investieren zusammen mit regionalen Telekommunikationsanbietern in neue und erweiterte Unterseekabelnetze. Während das Projekt "Apricot" sechs Länder in Asien besser verbindet, wird das 2Africa-Netz um vier neue Zweige für weitere Länder und Inselregionen erweitert. Die Projekte sollen ab 2024 respektive 2023 schnellere und stabile Internetanbindungen in den angeschlossenen Regionen bieten.

Das neue Apricot-Unterseekabelnetz verbindet Japan, Taiwan, Singapur, Guam, Indonesien und die Philippinen auf einer Länge von 12.000 Kilometern. Es ist eine Ergänzung zweier Unterseekabel zwischen den USA und Indonesien, die die beiden Datenkonzerne als "Bifrost" und "Echo" angekündigt haben. Das neue Projekt soll laut Google 2024 abgeschlossen werden und zu Beginn eine Kapazität von mehr als 190 Terabit pro Sekunde bieten.

Facebook arbeitet zudem an dem kritisierten Unterseekabelprojekt PCLN. Das Pacific Light Cable Network war 2017 als erste direkte derartige Verbindung zwischen den USA und Hongkong angekündigt worden. Angesichts der Spannungen zwischen China und den USA hat sich das verzögert. Zuletzt waren die Widerstände zu stark geworden. Das letzte Teilstück nach Hongkong soll nun nicht mehr hinzukommen. Bislang verbindet das Kabel San Francisco mit Taiwan und den Philippinen.

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Facebook investiert auch in die Erweiterung des im Mai 2020 angestoßenen 2Africa-Projekts. Dieses Unterseekabelnetz gehört mit 37.000 Kilometern Länge bereits zu den Größten seiner Art, und wächst weiter. Die Seychellen, die Komoren und Angola kommen ebenso hinzu wie ein weiterer Landepunkt im Südosten Nigerias. Dies gab das 2Africa-Konsortium bekannt, zu dem neben Facebook auch Telekommunikationsanbieter wie China Mobile, MTN, Orange und Vodafone gehören.

Das 2Africa-Netz soll ab 2022 verlegt und Ende 2023 in Betrieb genommen werden. Ägypten ist dabei ein wichtiger Knotenpunkt. Dort hat das Konsortium bereits Verbindungen über das Rote Meer und das Mittelmeer gelegt - schneller als eigentlich geplant.

(fds)