Google Hangouts verschwindet nun wirklich, Chat wird gratis

Google stellt im kommenden Jahr endgültig Hangouts ein, Inhalte können in die dann kostenfreie Version von Chat exportiert werden.

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(Bild: achinthamb/Shutterstock.com)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Weiter dreht sich das Karussell der Kommunikationsdienste von Google: Nun verschwindet Hangouts endgültig. Dafür wird Chat kostenlos und bekommt die Funktionen, die zuvor Hangouts vorbehalten waren. Chat wird wiederum in andere Dienste integriert und vice versa.

In der ersten Hälfte des kommenden Jahres, so heißt es bei Google in einem Blogbeitrag, erscheint Chat als kostenlose Version – integriert in Gmail und als eigenständige App. Damit lassen sich dann Direktnachrichten und Gruppenchats führen, zudem kommen Funktionen, wie Weiterleitungen, Emoji-Reaktionen und automatische Antworten-Vorschläge. Chat soll auch das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten und die Planung von Aufgaben und Zielen erleichtern. Dabei hält der Phishing-Schutz aus Gmail Einzug in den Messenger und warnt bei dubiosen Links. Für die Migration von Hangout zu Chat will Google noch eine Anleitung herausbringen.

Dienste, die in Hangouts integriert waren, wie Google Fi und Voice, die jedoch nur in den USA angeboten wurden, werden eingestellt. Stattdessen soll Meet, Googles Videokonferenzdienst, ab November zunächst in verbesserter Form für Hangouts zur Verfügung stehen. Was dann im kommenden Jahr geschieht, wenn Hangouts doch eingestellt werden soll, ist noch nicht bekannt.

Bei Business-Kunden können Admins alle Mitarbeiter automatisch auf Chats in Google Workspace umstellen. Auch hier wird noch eine Erklärung folgen, was alles auf Admin-Ebene möglich ist. Workspace hat Google erst kürzlich vorgestellt. Darin sind alle Kommunikations- und Kollaborationsdienste vereint. Dass Hangouts verschwinden soll, ist auch keine Überraschung, schon Anfang 2019 hatte Google den baldigen Ruhestand angekündigt und als Alternativen Meet und Chat als eigenständige Dienste eingeführt.

Google schreibt auch, alle Daten könnten sich noch ändern. Man wolle aber auf dem Laufenden halten. "Wir danken all unseren Nutzern, dass sie diese Reise mit uns gehen und versichern, weiter an hilfreichen Kommunikationsdiensten für alle zu arbeiten."

(emw)