Google Meet blockiert anonyme Teilnehmer bei Konferenzen von G-Suite-Kunden

Videokonferenzen in Google Meet, die Nutzer von G Suite for Education gestartet haben, können künftig keine anonymen Teilnehmer mehr beitreten.

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(Bild: Shunevych Serhii / Shutterstock.com)

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Anonyme Nutzer lässt Google Meet nicht mehr zu Videokonferenzen zu, die über G-Suite-Konten für Education und Enterprise for Education gestartet wurden. Damit soll das sogenannte Zoombombing verhindert werden, also dass fremde Menschen einer Konferenz beitreten und dort unangenehm auffallen.

Mit anonymen Nutzern sind Menschen gemeint, die sich nicht über ein Google-Konto angemeldet haben. "Das schützt Teilnehmer, wenn Links zu Konferenzen öffentlich geteilt werden und dadurch unbekannte Nutzer Zugang erbeten", heißt es in einem Blogbeitrag von Google. Neben den anderen Teilnehmern könne es nämlich auch schon für den Gastgeber störend sein, wenn Unbekannte anklopfen.

Die Funktion beziehungsweise Beschränkung ist standardmäßig aktiviert. Admins bei Education-Konten können sie deaktivieren und damit Jedermann zu Meetings zulassen. Dafür müssen sie allerdings den G-Suite-Support kontaktieren. Innerhalb der kommenden zwei Wochen soll die neue Regelung für alle Nutzer gelten.

Die Stören durch Fremde in Videokonferenzen trägt den Namen Zoombombing, weil es bei dem Videokonferenzanbieter Zoom besonders häufig vorkam, dass Leute in Meetings geplatzt sind, weil die Zugangsdaten nach einem zu einfachen Schema aufgebaut waren und im Internet Meeting-IDs veröffentlicht wurden. Auch Zoom hat daraufhin mehr Sicherheitsfunktionen eingeführt, etwa eine Art Wartezimmer, in der Nutzer bleiben, bis sie für eine Konferenz freigeschaltet werden. Zoom-Nutzer sollten aktuell ihre Version prüfen und gegebenenfalls aktualisieren. Sicherheitsforscher haben kürzlich Schwachstellen gefunden, durch die Schadcode in Zoom-Chats geschoben werden kann. Das Sicherheitsupdate steht aber schon bereit.

Google Meet steht seit April auch als kostenlose, leicht abgespeckte Version zur Verfügung, für die man nur eine E-Mail-Adresse braucht. Zuvor war grundsätzlich ein G-Suite-Konto nötig. Meet richtet sich eigentlich eher an Unternehmen und ist für den professionellen Einsatz gedacht, für private Gespräche setzte Google auf Duo. Durch die Corona-Pandemie und den Lockdown hat sich diese Zuteilung jedoch nahezu aufgelöst.

(emw)