Google Pay kooperiert mit Western Union und Wise für Auslandsüberweisungen

Geld auf ein Konto im Ausland zu überweisen, ist bisher relativ teuer. Google Pay integriert die Möglichkeit dank Western Union und Wise.

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(Bild: Google)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Zunächst können US-Amerikaner via Google Pay Geld auf Konten in Indien und Singapur überweisen. Bald sollen weitere Länder folgen, noch in diesem Jahr mehr als 200 Empfängerländer. Dafür kooperiert Google mit Western Union und Wise.

Besonders in unsicheren Zeiten wie diesen sei es laut der Ankündigung Googles besonders wichtig, auch finanzielle Sicherheit geben zu können. 73 Prozent der Menschen schicken regelmäßig Geld ins Ausland, wird eine Mastercard-Studie zitiert. Im vergangenen Jahr gaben 38 Prozent der Befragten an, dass sie stärker an internationale Zahlungen gebunden seien.

Um Geld zu transferieren, müssen beide Parteien ein Google-Pay-Konto haben. Geldgeber müssen den Empfänger in Google Pay suchen, dort taucht ein Bezahl-Button auf, hinter dem man aussuchen kann, ob der Auftrag via Western Union oder Wise ausgeführt werden soll. Bis zum 16. Juni bietet Wetsern Union Überweisungen kostenlos an, Wise macht die erste Transaktion bis zu 500 US-Dollar kostenlos.

"Für manche ist es eine regelmäßige Tätigkeit, Geld ins Heimatland zu senden, und wir schaffen eine bessere Zugänglichkeit, indem wir die Funktion in die App integrieren." Was der Dienst nach dieser Startphase kosten wird, ist bisher unklar. Ebenso wie die Länder, in denen das Angebot künftig verfügbar sein wird.

Western Union ist spezialisiert auf Auslandsüberweisungen und wird bereits für eben jene Zwecke genutzt, die Google nun im Sinn hat. Dabei ist es nicht nötig, ein klassisches Bankkonto zu besitzen. Das Geld wird Bar abgegeben und ausgezahlt. Sender und Empfänger müssen sich ausweisen und gegebenenfalls weitere Sicherheitsstufen passieren. Die Bearbeitungsgebühren sind hoch, der Wechselkurs eher zu Ungunsten der Kunden, weshalb der Dienst immer wieder in der Kritik steht.

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Wise arbeitet ähnlich, sie verfolgen ebenfalls ein Peer-to-Peer-Verfahren, bei dem das eingezahlte Geld nicht das Land verlässt, der Empfänger jedoch aus dem Wise-Topf des Empfängerlandes Geld ausgezahlt bekommt. Wise bietet zudem Konten an und arbeitet hier bereits mit unter anderem Google Pay und Apple Pay zusammen.

(emw)