Google Workspace: Verknüpfung der Dienste samt neuem Design

Google vereint seine Kommunikations- und Kollaborationsdienste samt neuem Design unter einem Dach: Workspace.

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Google Workspace: Verknüpfung der Dienste samt neuem Design

(Bild: Screenshot_Google Workspace)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Google Workspace bündelt alle Kommunikations- und Kollaborationsdienste des Unternehmen. Die neue Marke soll ein neues Nutzererlebnis schaffen und damit die Arbeit erleichtern und Produktivität steigern. Nachdem im Sommer bereits in Gmail einige andere Dienste integriert wurden, ist das nun der Rundumschlag. Und damit wohl auch ein Angriff auf Microsoft mit Teams. Zunächst bekommen nur Businesskunden Zugang, noch in diesem Jahr sollen aber alle Nutzer auf Workspace zugreifen können.

In Workspace lassen sich Dokumente öffnen und gemeinsam bearbeiten, Links können in einer Vorschau angezeigt werden, bei Personenerwähnungen durch ein @-Zeichen, schlägt Google weitere Vorgehensweisen vor, etwa die Person zu kontaktieren oder ihr das gerade bearbeitete Dokument zu senden. Bei der Bearbeitung eines Dokuments in einem Raum, also mit mehrere Personen, können alle in Echtzeit die Änderungen verfolgen und sich zugleich durch einen Bild-in-Bild-Modus per Videokonferenz sehen. Administratoren bekommen eine neue Übersicht mit Berichten zu den Aktivitäten der Nutzer und für die grundlegenden Einstellungen.

Mit Erscheinen der neuen Marke geht auch eine neue Markenidentität einher. Gmail, Drive, der Kalender und Meet bekommen vierfarbige Symbole, die für eine flexible und hilfreiche Nutzererfahrung stehen sollen. Docs, Sheets und Slides behalten ihre Icons, allerdings mit leichten Änderungen, um hervorzuheben, dass sie zur Produktfamilie gehören, schreibt Google in einer Ankündigung.

"Dies ist das Ende des traditionellen Büros, wie wir es kennen", sagt Javier Soltero, Vice President und General Manager von Google Workspace. Die Arbeiten an der Zusammenführung haben bereits 2019 begonnen, also noch vor der Corona-Krise. Dennoch, so Soltero in einem Pressegespräch, die aktuelle Entwicklung habe aber nochmal für Input bei der Entwicklung gesorgt.

Workspace soll in den Bezahlmodellen an die jeweiligen Unternehmen und ihre Bedürfnisse angepasst werden. Bei einem "Business Starter" geht es mit 6 US-Dollar pro Nutzer los, "Business Plus" liegt bei 18 US-Dollar, für größere Konzerne muss einzeln verhandelt werden. Bestehende G-Suite-Verträge laufen wie gewohnt weiter, es sei denn, der Kunde entscheidet sich für den Wechsel zu Workspace.

Erst im Juli hatte Google G-Suite-Kunden Chat, Rooms und Meet in Gmail bereitgestellt. Auch da hieß es schon, dass dies nicht der letzte Schritt sein werde und Privatkunden ebenfalls profitieren sollten. Google Workspace soll auch im Bildungsbereich Einzug halten sowie für Nonprofit-Organisationen über das entsprechende Programm zur Verfügung stehen.

Mehr als 2,6 Milliarden Menschen nutzen monatlich aktiv Googles Produkte aus den Bereichen Consumer, Business und Education. Sechs Millionen Kunden zahlen für Google Workspace als Geschäftskunden, darunter Salesforce und Deloitte.

(emw)