Google und YouTube stoppen vorübergehend Polit-Reklame

Als Folge des US-Umsturzversuchs vermittelt Google derzeit keine politische Werbung. Airbnb vermittelt keine Zimmer in Washington. Das FBI warnt vor Gewalt.

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Beamte des Secret Service bewachen in dieser Archivaufnahme eine Zufahrt zum Weißen Haus in der US-Hauptstadt Washington, DC.

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

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  • dpa

Infolge der gewaltsamen Erstürmung des US-Capitols setzt Google politische Reklame zeitweise aus. Auch Anzeigen, die das Amtsenthebungsverfahren gegen den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump, die Amtseinführung Joe Bidens oder den Umsturzversuch am Capitol thematisieren, vermittelt das Unternehmen zur Zeit nicht. Das gilt auch für YouTube.

Das hat Google am Mittwoch mitgeteilt. Die Einschränkung soll mindestens bis 21. Januar, den Tag nach Joe Bidens Amtseinführung als neuer US-Präsident, dauern. Google stelle sich seit langem gegen Inhalte, die zu Gewalt aufriefen oder Hass verbreiteten, hieß es. "Wir werden extrem vorsichtig sein, das bei jeglicher Werbung durchzusetzen, die diese Linie überschreitet", hält Google fest.

Das Inlandsgeheimdienst FBI warnt in allen 50 US-Staaten vor weiterer politischer Gewalt ab dem Wochenende. Bewaffnete Banden von Trump-Fans haben ihr erneutes Auftreten angekündigt. Um den Zustrom in die US-Hauptstadt Washington, DC, zu reduzieren, hat Airbnb alle Buchungen in der Region storniert.

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Das Unternehmen gibt seinen Kunden ihr Geld zurück und bezahlt trotzdem die Gastgeber. Die regionale Betriebspause gilt auch für Airbnbs Dienst HotelTonight. Darüber hinaus sucht Airbnb unter seinen eigenen Kunden nach Teilnehmern des Umsturzversuchs von voriger Woche und sperrt ihre Konten dauerhaft. Grundlage sind unter anderem öffentliche Verhaftungslisten von Polizeibehörden. (ds)