Google weitet News Showcase aus: Neue Partner und erste Auswertung

Mehr als 500 Verlage sind inzwischen bei Google News Showcase vertreten. 15 Millionen Klicks kamen aus dem Nachrichtendienst auf die Seiten der Medien.

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(Bild: achinthamb/Shutterstock.com)

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  • Eva-Maria Weiß

Weltweit haben inzwischen mehr als 500 Verlage eine Einigung mit Google News Showcase erreicht. Der separate Nachrichtenbereich soll zwischen den Leserinnen und Lesern und den Medien eine engere Bindung schaffen. Google hat nun nach den ersten Monaten Laufzeit neue Partner und erste Auswertungen bekannt gegeben.

In Deutschland sind bisher 30 Partner an dem Programm beteiligt. Neu dazu kommen die Morgenpost, der Olympia-Verlag, SWMH mit unter anderem der Süddeutschen Zeitung, TAG24, die taz sowie Heise Medien. Bis die ersten Beiträge von heise online in dem Nachrichtenbereich zu finden sein werden, dauert es allerdings noch etwas. Alle Inhalte in News Showcase werden von den Medien selbst kuratiert. Klickt ein Leser auf einen dort geteilten Beitrag, führt der Link direkt zur Webseite des Hauses.

Laut Googles Blogbeitrag sind insgesamt inzwischen 15 Millionen Klicks an die teilnehmenden Unternehmen geleitet worden. 300 Partner haben mehr als 7000 Info-Panels pro Woche produziert. Die Panels sind bisher in Google News und über Discover zu sehen. 70 Prozent der täglichen Nutzer sollen mindestens ein Showcase-Info-Panel sehen. Nutzer können die Übersicht anschauen, aber auch einzelnen Medien folgen. Das wird bisher von mehr als 200.000 Menschen gemacht, was Google als ein "starkes Ergebnis" wertet, denn "jede dieser Interaktionen kann Grundlage für eine Beziehung zwischen dem Medium und einer neuen Leserin oder einem neuen Leser sein".

Wer mit seinem Google-Konto angemeldet ist, kann zudem bei ersten Teilnehmern auch ausgewählte Inhalte lesen, die eigentlich hinter einer Paywall stehen. Dafür zahlt Google den Verlagen Gebühren. Leser können sich so vom Nachrichtenwert überzeugen lassen und gegebenenfalls ein digitales Abonnement abschließen.

Google hatte News Showcase erst im Herbst vergangenen Jahres angekündigt, Deutschland und Brasilien machten den Auftakt. Eine Milliarde US-Dollar sollte für die Zahlung von Lizenzen bereitstehen. Kurz darauf wurde die Verfügbarkeit bereits um Paid Content erweitert. Inzwischen ist News Showcase in zahlreichen Ländern gestartet. Erst kürzlich hat man sich in Australien auf dieses Programm geeinigt und dadurch eine Art Ersatz für zuvor drohende Lizenzzahlungen aufgrund eines neuen Mediengesetzes umgangen. Auch in Frankreich bantwortet News Showscase quasi die Frage nach Urheberrechtszahlungen seitens Google.

Unabhängig davon laufen Klagen gegen Google, in denen es um die Frage nach Wettbewerbsverzerrungen durch die Marktmacht des Unternehmens geht – auch hinsichtlich der Nutzung von Inhalten und dadurch generierte Werbeeinnahmen.

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(emw)