GraalVM Enterprise landet in Oracles Java SE – ohne zusätzliche Kosten

Java-Kunden von Oracle dürfen sich freuen: Die GraalVM wird zum Teil der Java-SE-Implementierung des Softwarekonzerns.

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Von
  • Alexander Neumann

Oracle hat bekannt gegeben, dass Kunden mit einem Abonnement der eigenen Java Standard Edition (Java SE) die Enterprise-Ausgabe der GraalVM ohne zusätzliche Kosten erhalten. GraalVM Enterprise ist eine virtuelle Maschine und Laufzeitumgebung, die auf Java SE aufbaut und einen optimierenden Compiler zur Ausführung von Java-Anwendungen enthält. Die Aufnahme der Enterprise-Ausgabe soll Oracles Java-Implementierung attraktiver für Microservices und Cloud-native Anwendungen machen, die eine geringe Startzeit und geringen Ressourcenverbrauch benötigen.

Als zentrale Features der GraalVM preist Oracle drei Dinge an: einen auf dem Java Enhancement Proposal (JEP) 317 basierenden JIT-Compiler (Just-in-time) mit etlichen Mitteln zur Optimierung der Anwendungs-Performance, das Dienstprogramm "Native Image", welches Java-Bytecode "ahead of time" (AOT) kompiliert, und die Möglichkeit, in anderen Programmiersprachen geschriebene Bibliotheken und Frameworks zu verwenden und auf der Java Virtual Machine (JVM) auszuführen.

Die GraalVM ist seit einiger Zeit in Entwicklung und hat schnell die Aufmerksamkeit der Java-Entwicklerszene auf sich gezogen. Eine erste Version wurde im April 2018 vorgestellt, seit letztem Herbst gilt sie als stabil. Durch die VM unterstützte Programmiersprachen sind derzeit JavaScript, Python, Ruby, R und natürlich JVM-basierte Sprachen wie Java, Scala und Kotlin, aber auch LLVM nutzende Sprachen wie C und C++. Aktuell ist GraalVM 21.0, welches im Januar erschienen ist.

Weitere Informationen finden sich in der Ankündigung.

(ane)