Grafikkartengerüchte: Radeon RX 6000 zum Start mit 4096 bis 5120 Shadern

Radeon RX 6900 XT, 6800 XT und 6800 sollen alle mit 16 GByte GDDR6-RAM erscheinen. Außerdem dabei: sehr hohe GPU-Taktfrequenzen.

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(Bild: AMD)

Von
  • Mark Mantel

In den Wochen vor AMDs Vorstellung der Grafikkartenserie Radeon RX 6000 alias "Big Navi" häufen sich die Gerüchte um die neuen Topmodelle. Ein genaueres Bild zu den Spezifikationen skizziert die Webseite Videocardz, die ihre Informationen von verschiedenen Quellen erhalten und gegengecheckt haben will.

Der erste Grafikchip mit RDNA-2-Architektur, Navi 21, soll laut Videocardz in unterschiedlichen Ausbauformen bei der Radeon RX 6900 XT, Radeon RX 6800 XT und Radeon RX 6800 zum Einsatz kommen. Das Topmodell nutzt demnach 80 Compute Units mit 5120 Shader-Kernen (Navi 21 XTX) und soll vorerst nur in Form von AMDs Referenzdesign erscheinen.

Die kleineren Varianten kämen auf 72 Compute Units (4608 Shader-Kerne, Navi 21 XT) beziehungsweise 64 (4096 Shader-Kerne, Navi 21 XL). Die Boost-Taktfrequenzen in Spielen sollen bei den XT-Versionen ab Werk die Marke von 2 GHz übersteigen. Stark beschnittene XL-Versionen brachte AMD schon früher, um bei großen Chips jene mit vielen Defekten oder weniger Taktpotenzial trotzdem nutzen zu können.

Grafikkarte RX 6900 XT RX 6800 XT RX 6800 RX 5700XT
Grafikchip Navi 21 XTX Navi 21 XT Navi 21 XL Navi 10 XT
Compute Units 80 72 64 40
Shader-Kerne 5120 4608 4096 2560
Speicher 16 GByte GDDR6 16 GByte GDDR6 16 GByte GDDR6 8 GByte GDDR6
Übertragungsrate 512 GByte/s 512 GByte/s 512 GByte/s 448 GByte/s

In allen drei Fällen sollen 16 GByte GDDR6-RAM an 256 Datenbahnen hängen. Verglichen mit der Radeon RX 5700 XT ließe sich die Übertragungsrate nur durch eine Erhöhung der Speichertaktfrequenz erhöhen – die Rede ist von 4000 statt 3500 MHz, also 512 statt 448 GByte/s.

Verglichen mit der Rohleistungssteigerung durch die vielen Shader-Kerne wäre das eine relativ niedrige Übertragungsrate. Ein neu entworfenes Cache-Design soll Gerüchten zufolge effektiv Bandbreite sparen – AMD selbst heizte diese mit der kürzlich eingetragenen Schutzmarke "Infinity Cache" an.

AMD zeigt die erste Radeon-RX-6000-Grafikkarte.
(Quelle: AMD)

Im Vergleich Radeon RX 5000 gegen GeForce RTX 2000 erzielte eine AMD-Compute-Unit ähnlich viel 3D-Leistung wie ein Nvidia-Shader-Multiprozessor. Bei den Nachfolgern steigern beide Chiphersteller die Leistung pro Shader-Cluster und verbauen davon mehr. Nvidias Topmodell GeForce RTX 3090 nutzt 82 solcher SMs, dazu 24 GByte GDDR6X-RAM mit 760 GByte/s.

Die 3000er-GeForce-Grafikkarten deuten auf eine erstarkte Konkurrenz durch AMD im Highend hin: Nvidia hat die Leistungsaufnahme mit 320 bis 350 Watt stark nach oben geschraubt, um mehr Takt aus den GPUs herauszuquetschen. Die GeForce RTX 3080 bekommt die riesige GA102-GPU statt des günstigeren GA104-Chips und ist dabei nur knapp 15 Prozent langsamer als die GeForce RTX 3090. Zudem häufen sich Gerüchte um Neuauflagen der GeForce RTX 3080 und GeForce RTX 3070 mit verdoppelter Speicherkapazität.

(mma)