Größter Software-Börsengang: Snowflake-Aktie steigt auf doppelten Ausgabepreis

Der Börsenstart des Cloud-Diensteanbieters Snowflake hat dem Unternehmen einen Geldsegen beschert. Namhafte Investoren hatten bereits investiert.

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(Bild: Itzchaz/Shutterstock.com)

Von
  • Oliver Bünte

Das US-Softwareunternehmen Snowflake hat einen fulminanten Start an der New York Stock Exchange (NYSE) hingelegt. Bereits kurz nach dem Start des Papiers an der Börse kostete eine Aktie am Mittwoch mitunter mehr als 250 US-Dollar und war damit teilweise mehr als doppelt so teuer wie der Ausgabepreis.

Das Softwareunternehmen aus dem US-kalifornischen San Mateo, das Cloud-basierte Analyse- und Speicherdienste (Data Warehouse as a Service) anbietet und mit Amazon und Microsoft konkurriert, hatte zunächst mit einem Ausgabepreis von 75 US-Dollar bis 85 US-Dollar gerechnet, am Montag korrigierte Snowflake dann den erwarteten Preis auf 100 Dollar bis 110 Dollar. Ausgegeben wurde die Aktie an Erstzeichner letztlich für 120 Dollar. 28 Millionen Aktien standen zum Verkauf.

Bereits kurz nach der Ausgabe stieg der Kurs rasant auf mehr als 290 Dollar an. Das Unternehmen war damit rund 80 Milliarden Dollar wert. Zum Börsenschluss landete das Papier bei 253,93 Dollar und erzielte damit eine Steigerung von fast 112 Prozent. 3,36 Milliarden Dollar sammelte das Unternehmen am Kapitalmarkt ein – der bislang größte Börsengang eines Softwareunternehmens. Bisher hatte das Cloud-Unternehmen VMware 2017 den größten Börseneinstieg hingelegt und dabei eine Milliarde Dollar eingesammelt.

Das Cloud-Geschäft boomt, was Investoren dazu veranlasst, teils massiv in solche Unternehmen zu investieren. Wie das Handelsblatt berichtet, sind bei Snowflake der Investor Warren Buffet mit seiner Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway und der Mitbegründer von Salesforce, Marc Benioff, eingestiegen. Beide hatten bereits vor der Erstnotiz je 250 Millionen Aktien zu 120 Dollar gekauft und einen flotten Taler gemacht. Berkshire Hathaway will dem Bericht nach noch draufsatteln und weitere 4 Millionen Aktien des früheren CEO von Snowflake, Bob Muglia, kaufen. Muglia beabsichtigt demnach, sein Aktienpaket abzugeben.

(olb)