Größtes iPhone-Werk der Welt: Foxconn erhöht Bonuszahlungen um 1000 Prozent

Um Mitarbeiter zu halten, die nach Corona-Ausbrüchen nicht mehr arbeiten möchten, erhöht Apples wichtigster Fertiger Foxconn seine Bonuszahlungen beträchtlich.

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Tim Cook bei Foxconn in China.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Nach Corona-Ausbrüchen hat das wichtigste iPhone-Werk der Welt Schwierigkeiten damit, seine Arbeiter zu halten. Nun versucht Apples wichtigster Fertiger, Foxconn, die Fabrik im chinesischen Zhengzhou mit Geld am Laufen zu halten: Die Bonuszahlungen, die Arbeiter verdienen können, sind um bisi zu 1000 Prozent gestiegen.

Apple hatte bereits gewarnt, dass insbesondere iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max, die am stärksten nachgefragten neuen iPhone-Modelle, langsamer in den Handelskanal kommen als erhofft. Das Weihnachtsgeschäft ist die wichtigste iPhone-Saison des Jahres. Da kommen die Schwierigkeiten bei Foxconn in Zhengzhou sehr ungelegen.

Wie nun die Nachrichtenagentur Reuters meldet, können Mitarbeiter, die im November "vollen Einsatz" zeigen, also in den kommenden Wochen nicht pausieren und keinen Urlaub nehmen, bis zu 15.000 Yuan an Zusatzgeldern (2080 Euro) verdienen. Zuvor lag dieser Bonus bei 1500 Yuan (208 Euro). Um dies in Perspektive zu setzen: Die meisten Mitarbeiter verdienen in dem Werk nur zwischen 3000 und 4000 Yuan, also zwischen rund 410 und 550 Euro.

Die Arbeit bei Foxconn wird durch einen neuerlichen Corona-Ausbruch verschärft. Die Mitarbeiter sind sowieso in einer sogenannten Bubble organisiert, dürfen also nur zwischen Werk, Kantine und Schlafsaal pendeln und das Gelände nicht verlassen. Viele scheint dies stark mitzunehmen, weshalb immer mehr Angestellte ihren Job hinschmeißen und in ihre Heimatorte zurückkehren, heißt es.

In Zhengzhou sollen bis zu 300.000 Menschen arbeiten. Foxconn setzt die strengen Lockdown-Regeln der chinesischen Regierung um. Dies habe zu "miserablen Bedingungen" geführt, so Reuters. Es habe anfangs nicht genügend zu essen und zu trinken gegeben. Es sei schwer, infizierte zu isolieren und andere Mitarbeiter haben Angst, sich zu infizieren. Es gab Gerüchte, dass es angeblich bis zu 20.000 Betroffene gab; Foxconn wies diese Berichte jedoch zurück und gab an, man habe keine schweren Infektionen festgestellt. Das Unternehmen will Mitarbeiter, die den Standort verlassen, zudem kostenlos nach Hause transportieren.

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(bsc)