Großbritannien will Verbot von Verbrennermotoren nochmal vorziehen

Zuerst wollten die Briten Benziner und Diesel ab 2040 verbieten, dann 2035 und nun ist in Medien von 2030 die Rede.

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Autos qualmen in London vor sich hin – noch.

(Bild: london.gov.uk)

Von
  • Andreas Wilkens

In Großbritannien kann es schon in zehn Jahren zu einem Zulassungsverbot für Neuwagen mit Verbrennermotor kommen. Premierminister Boris Johnson plane noch für diesen Herbst dazu eine Bekanntmachung, berichtet die Tageszeitung The Guardian aus eingeweihten Kreisen.

Ursprünglich wollte Großbritannien 2040 Benziner und Diesel von seinen Straßen verbannen, Anfang dieses Jahres war von 2035 die Rede. Nun wolle die britische Regierung aus der durch die Coronavirus-Pandemie bedingten Wirtschaftskrise mithilfe umweltschonender Technik wie Elektroautos Schwung holen, berichtet der Guardian. Zunächst aber wolle sie sich auf die Bekämpfung der Pandemie konzentrieren.

Der für Elektrofahrzeuge beim britischen Stromnetzbetreiber National Grid zuständige Direktor Greame Cooper hat laut dem Bericht versichert, dass das Stromnetz für eine stark ansteigende Nachfrage durch Zahl an Elektrofahrzeugen gerüstet sei. Das National Grid schätzt, dass die Elektrifizierung des gesamten Straßenverkehrs ohne Lkw weniger als ein Drittel mehr Energie erfordere als der derzeitige Bedarf Großbritanniens von rund 300 Terawattstunden. In Spitzenzeiten wie am frühen Abend könne die Belastung des Stromnetzes um 10 Prozent steigen. Allerdings müsse noch in die Ladeinfrastruktur investiert werden, sagte Cooper laut dem Bericht.

Für Deutschland gibt es noch kein Datum, für das ein Verbot der Neuzulassung von Verbrennern eingeführt werden soll. Norwegen plant für 2025 ein solches Verbot, Frankreich will sich ab 2040 von Benzinern und Dieseln verabschieden. Die EU-Kommission prüft derzeit das Datum für ein solches Verbot in Europa.

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(anw)